Protest gegen Todesfallen

Unbewachten Badestellen gefährden Ihr Leben!
Wehren Sie sich und protestieren Sie bei Ihren Bürgermeister!


In diesen Tagen erreicht uns endlich der lang ersehnte Sommer. Und urplötzlich werden die (bewachten) Freibäder und die (meist unbewachten) Freizeitseen und Flüsse voll.

Immer wieder werden Hitze, Leichtsinn und fehlende Schwimmfähigkeiten als Grund für die steigenden Ertrinkungszahlen genannt. Das aber ist nur die halbe Wahrheit.

Verschwiegen wird oft, dass viele Kommunen die Sicherheit an der Badestelle vernachlässigen und damit Menschenleben gefährden. Viele Menschen – so ermittelte Blausand.de in einer Umfrage – gehen davon aus, dass freigegebene Badestellen in der freien Natur auch bewacht sind. Genauso wie Hallen- und Freibäder.

Gefährlicher Irrtum!

Das ist leider ein gefährlicher Irrtum. Die meisten Badestellen in Deutschland sind nicht bewacht, weil viele Kommunen wegen leerer Kassen auf Bewachung ihrer Badestellen verzichten oder weil die beauftragten ehrenamtlichen Wasserretter nur an Wochenenden und in den Schulferien am Wasser sein können.

Fehlende Bewachung:  Das Risiko besteht auch an  Badestellen, die belebt und gefährlich sind und an denen es schon tödliche Badeunfälle gegeben hat !

Es reicht! Blausand.de fordert endlich mehr Sicherheit an Badeseen und Flüssen. Die Kommunen handeln fahrlässig und gefährden mit der Duldung unbewachter oder nicht abgesicherter Badestellen Menschenleben – auch Ihr Leben, das Ihrer Kinder, Ihrer Familie, Ihrer Freunde.

Wir fordern, dass Ertrinken verhindert und nicht durch Sparmaßnahmen begünstigt wird !

Ertrinken: Todesursache Nummer 2 für Kinder


Ertrinken ist für Kinder die zweithäufigste Todesursache nach Verkehrsunfällen. Machen Sie den Verantwortlichen klar, dass es um Menschenleben geht, denn oft wird dies erst deutlich, wenn ein Mensch ertrunken ist.

Durch die immer weiter fortschreitende Schliessung von bewachten Schwimmbädern treiben Kommunen Freizeitsuchende immer mehr an Naturbadestellen, ohne die Verantwortung für Sicherheit durch Bewachung zu übernehmen.

Wehren Sie sich gegen die tausendfachen Todesfallen, an denen die Sicherheit seit vielen Jahren auf der Strecke bleibt. Nehmen Sie Ihre Kommune in die Pflicht und üben Sie Druck aus. Sorgen Sie mit Ihrenm Protest dafür, dass Ertrinkungsgefahren thematisiert werden.

Blausand.de hat Ihnen weiter unten auf dieser Seite einen Brieftext zur Verfügung gestellt, den Sie dem Bürgermeister Ihrer Gemeinde oder Ihrer Stadt senden sollten. Bitte senden Sie Blausand.de eine Kopie Ihres Briefes und der Antwort. Wir planen eine Dokumentation dieser Aktion. Dafür benötigen wir Sie und Ihr Engagement.

Machen Sie bitte auch Ihre Kinder, Ihre Familie, Ihre Freunde, Nachbarn und Arbeitskollegen auf diese Aktion aufmerksam. Empfehlung: Senden Sie einen Link dieser Webseite an alle Empfänger Ihrer Mailingliste und bitten Sie um Teilnahme an der Aktion.

4 von 5 Opfern sterben in Badeseen und in Flüssen

Die erschreckende Realität: Von den mindestens 606 Badetoten, die nach Informationen der DLRG im Jahr 2006 in Deutschland ums Leben gekommen sind, starben vier von fünf Opfern in genau diesen Gewässern. In Badeseen und Flüssen.

Das Argument vieler Verantwortlicher, es gebe in Deutschland fast überall einen schnell verfügbaren Rettungsdienst und man können deshalb auf Wachdienste am Wasser verzichten, ist in vielen Fällen eine reine Schutzbehauptung und bagatellisiert die tatsächliche Gefahrenlage im Wasser.

Blausand.de hat viele Unfälle an deutschen Badestellen analysiert und kommt zu dem Ergebnis, dass nur eine sofortige Erkennung der Gefahrensituatiion, ein sofortiges Entfernen des Verunglückten aus dem Wasser mit Einleitung von Erster Hilfe - Massnahmen und eine unverzügliche Alarmierung mit dem Ziel schneller und professioneller medizinischer Versorgung eine Rettung ohne gesundheitliche Schäden ermöglicht. Problematische Situationen im Wasser sind in den meisten Fällen lebensbedrohlich und extrem zeitkritisch.

Wehren Sie sich!

Nehmen Sie Ihre Kommune in die Pflicht! Blausand.de stellt Ihnen unten auf dieser Seite einen Brieftext zur Verfügung, den Sie per Post oder per Fax dem Bürgermeister Ihrer Gemeinde oder Ihrer Stadt senden.

Bitte übermitteln Sie Blausand.de eine Kopie Ihres Briefes und der Antworten darauf.
Hier unsere Anschrift: Blausand.de, Werderstr. 39/41, 28199 Bremen,
Fax: 0421/36 49 050, Mail: kontakt@blausand.de.

Und so gehen Sie vor:

Wenn Sie den Namen und die Anschrift des Bürgermeisters und der Verwaltung nicht kennen: Unter www.google.de ermitteln Sie Namen und Anschrift der für die Badestelle zuständigen Verwaltung und den Namen des Bürgermeisters. Geben Sie einfach den Namen des Ortes ein, der sich in der Nähe der Badestelle befindet. Meist erscheinen die Informationen unter den  erstplatzierten Nennungen.

Sie kopieren dann den unten stehenden Text in ein Briefdokument, komplettieren diesen durch Datum, Ihren Namen  und Ihre Anschrift, den Namen und die Anschrift des Bürgermeisters und der Verwaltung sowie durch den Namen der betreffenden Badestelle. Die Daten, die Sie austauschen müssen, stehen in Klammern.

Noch ein wichtiger Tipp: Wenn Sie den Brief an den Bürgermeister auch als “offenen Brief” an die Lokalredaktion Ihrer örtlichen Tageszeitung mit der Bitte um Abdruck schicken, kann das den “sanften Druck” gegenüber der Verwaltung erhöhen.

Wichtig: Briefe und Faxe werden ernster genommen als Mails, deshalb nutzen Sie bitte nur diese Kommunikationswege. Und bitte denken Sie daran, eine Kopie Ihres Schreibens an Blausand.de zu senden.

Hier der Textbaustein für Ihr Schreiben an den Bürgermeister:

(Ihr Vor- und Zuname/Strasse/PLZ/Ort)

An den Bürgermeister
(Vor- und Zuname)
Anschrift Verwaltung

(Ort), den (Datum)

Betrifft:
(genauer Name und Ort der Badestelle)

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

in Deutschland sind im letzten Jahr nach Angaben von Rettungsorganisationen mindestens 606 Menschen ums Leben gekommen. Fast 80 Prozent von ihnen ertranken in Seen und Flüssen.

Experten weisen immer wieder darauf hin, dass die meisten der tödlichen Badeunfälle durch präventive Maßnahmen verhindert werden könnten. Dazu gehört vor allem die Bewachung von stärker freqentierten Badestellen durch eine Wasserrettungsorganisation, um Notsituationen sofort zu erkennen, eine zügige Alarmierung vorzunehmen und bis zum Eintreffen von Rettungsdiensten Erste Hilfe zu leisten. Eine weitestgehende Sicherheit ist  nur mit Bewachung möglich, weil es sich beim Ertrinken um einen extrem zeitkritischen Prozess handelt.
Der oben genannte Badesee ist nach meinen Feststellungen nicht bewacht.
Angesichts der Ertrinkungszahlen an unbewachten Badestellen stellt dies eine erhöhte Ertrinkungsgefahr dar, die ich als Bürger dieser Region nicht länger akzeptieren kann

Ertrinkungsprozesse mit der Folge bleibender Schäden oder tödlicher Folgen spielen sich innerhalb weniger Minuten ab und werden von anderen Freizeitsuchenden am See häufig nicht oder nicht sofort wahrgenommen.

In diesem Zusammenhang möchte ich auch darauf aufmerksam machen, dass bei Ertrinkungsunfällen eine Verletzung der Verkehrssicherungspflicht mit der Folge haftungsrechtlicher Konsequenzen in Frage kommen kann.

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, bitte setzen Sie sich dafür ein, dass für die obige Badestelle umgehend ein Wasserrettungsdienst oder eine Badeaufsicht gestellt wird. Besonders wichtig ist eine Aufsicht bei gutem Badewetter während der Schulferien und an Wochenenden. Aber auch ausserhalb der Ferien und an Werktagen ist eine Bewachung (zumindest am Nachmittag) von grosser Bedeutung.

Für eine Information über das Ergebnis Ihrer Bemühungen wäre ich Ihnen dankbar.

Eine Kopie dieses Schreibens haben wir der Organisation für Badesicherheit in Europa, Blausand.de, zur Verfügung gestellt.

Mit freundlichen Grüßen
(eigenhändige Unterschrift)


Über das Ergebnis dieser Aktion wird Blausand.de in Kürze berichten.


Weiterführende Links zum Thema:Ertrinkungsstatistik Deutschland 2006
Retter in der Not: Jede Sekunde zählt
Badetipps von Blausand.de
120 Tipps von A bis Z für den sicheren Urlaub 2007





 
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