6. Fragen und Antworten
ImageWas sind Rip-Strömungen?

Rip-Strömungen sind "gelenkte" Strömungen, die sich ihren Weg vom Strand in Richtung Meer suchen. Sie entstehen beim vom Strand zurück fließenden Wasser und pflanzen ihren Weg durch die Brandungszone weiter bis hinter die Wellen fort.


Ziehen Rip-Strömungen Menschen unter Wasser?

Nein. Eine Rip-Strömungen bewegen sich vom Strand in Richtung Meer und bringen dadurch Menschen weiter vom Strand weg.


Gibt es zwischen Unterschiede zwischen Rip-Strömungen und Unterströmungen?

Nein. Rip-Strömungen werden als die stärksten Strömungen bezeichnet, die einen Menschen im flachen Wasser auch umwerfen können. Manchmal hat man aber das Gefühl, dass man unter Wasser von jemandem weggezogen wird.


Was passiert, wenn Sie sich in einer Rip-Strömung befinden?

Sie werden vom Strand weg auf das Meer gezogen und sind nicht in der Lage, wieder zum Strand zurück zu schwimmen. Die Gefahr in dieser ohnehin schwierig zu beherrschenden Situation wird durch Angst, Panik, fehlende Kondition und unzureichende Schwimmfähigkeiten begünstigt.


Auf welcher Fläche entstehen Rip-Strömungen?

Rip-Strömungen entstehen auf einer Breite von 4 bis 7 Metern, können aber in Extremfällen zehnmal so breit sein. Auch die Länger variiert. Rip-Strömungen werden normalerweise langsamer, wenn sie sich hinter den brechenden Wellen fortpflanzen. Manchmal aber wirken sie noch hunderte von Metern hinter der Brandungszone.


Wo sollte ich auf Rip-Strömungen achten?

Immer und überall am Meer. Rip-Strömungen können an jedem Strand und an jedem Tag auftreten, sogar an Binnenseen. Gefährlich sind besonders die Wasserbewegungen bei vorgelagerten strandnahen Sandbänken und dann, wenn kleine Felsen, Buchten, Anlegestellen und andere "Hindernisse" den Lauf des Wassers "ablenken".


Wie schnell sind Rip-Strömungen?

Erstens: Die Geschwindigkeit der Strömung kann sich permanent verändern. Zweitens: Die meisten Rip-Strömungen haben eine geringe Geschwindigkeit und sind deshalb nicht gefährlich. Drittens: Unter bestimmten Bedingungen der Wellen, des Winds, der Gezeiten und der Topographie unter Wasser können Rip-Strömungen sehr schnell und sehr gefährlich werden. Es sind schon Geschwindigkeiten von 3 Meter pro Sekunde gemessen worden - schneller als die Geschwindigkeit, mit der ein olympischer Schwimmer zurücklegen kann.


Image Wie kann ich Rip-Strömungen erkennen?


Zeichen für Rip-Strömungen sind für den normalen Strandbesucher schwer zu erkennen. Achten Sie auf Unterschiede in den Wasserfarben und auf ungewöhnliche Wasserbewegungen, besonders in den Bereichen, in denen sich Wassermengen aus unterschiedlichen Richtungen begegnen. Es kann, muß aber nicht sein, daß die sichtbaren Signale über Wasser ein Spiegelbild der Unterwasserbewegungen darstellen.  


Sind alle Rip-Strömungen gefährlich?

Die meisten Rip-Strömungen haben eine geringe Geschwindigkeit und sind deshalb nicht gefährlich. Unter bestimmten Bedingungen der Wellen, der Gezeiten und der Formen unter Wasser können Rip-Strömungen sehr schnell und sehr gefährlich werden.


Was ist eine Brandungszone?

Der Bereich zwischen der Strand/Wassergrenze und den sich brechenden Wellen.


Kann es sein, daß das Meer total ruhig ist und trotzdem ein Risiko von Rip-Strömungen besteht?


Durchaus! Obwohl die Meeresoberfläche ruhig ist, können in der Brandungszone unsichtbare Wasserbewegungen und die Gefahr von Rip-Strömungen entstehen


Gibt es an Europas Badestränden Warnhinweise bei Rip-Strömungen?

Spezielle Hinweise und Zeichen für Rip-Strömungen sind so selten, daß Sie damit nicht rechnen können. Auf Mallorca existieren mehrsprachige Warntafeln, die auch Tipps zum richtigen Verhalten beinhalten. Die (roten oder gelben) Flaggen sind - wenn sie überhaupt vorhanden sind - Signale für unterschiedliche Gefahren.


ImageWie kann man Rip-Strömungen vermeiden?

Beachten Sie unbedingt die folgenden Regeln: Lernen Sie schwimmen und lernen Sie auch im Meer zu schwimmen (das ist nicht vergleichbar mit einem See oder im Schwimmbad!), schwimmen Sie nie allein oder nur unter Aufsicht von Rettungsschwimmern, beachten Sie Warnflaggen und Warntafeln, folgen Sie immer den Anweisungen der Rettungsschwimmer, seien Sie aufmerksam (Ripströmungen sind meist unsichtbar), und -  wenn Sie unsicher sind: Gehen Sie nicht ins Wasser!!!


Welche Rolle spielen bewachte Strände und die Anwesenheit von Rettungsschwimmern bei Stränden mit Rip-Strömungen?

Das Risiko, an unbewachten Stränden zu ertrinken, ist gegenüber dem Risiko an bewachten Stränden um ein Vielfaches höher!


Wie verhalten Sie sich, wenn Sie in eine Rip-Strömung geraten?

Beachten Sie unbedingt die folgenden Regeln: Verhalten Sie sich ruhig, um Ernergie zu sparen, kämpfen Sie nie gegen die Strömung an, schwimmen Sie parallel zum Strand aus der Strömung heraus, schwimmen Sie dann Richtung Strand. Wenn Sie dies nicht schaffen, treten Sie ruhig im Wasser auf der Stelle, lenken Sie die Aufmerksamkeit durch Bewegen der Arme auf sich und rufen Sie um Hilfe.


Wie verhalten Sie sich, wenn Sie jemanden sehen, der wegen einer Rip-Strömung in Not ist?

Beachten Sie unbedingt die folgenden Regeln: Retten Sie nie allein, alamieren Sie die Rettungsschwimmer und - wenn diese nicht am Strand sind - sorgen Sie dafür, daß ein Notruf (fast überall in Europa Nummer 112 auch von jedem Handy ohne Vorwahl) abgesetzt wird. Werfen Sie dem Schwimmer einen schwimmenden Gegenstand (Rettungsweste, Rettungsring) zu. Und: Werden Sie nicht zum zweiten Opfer! Jeder zehnte Laienretter kommt ums Leben, weil er diese Regeln nicht beachtet und versucht, allein zu retten!


Gibt es an europäischen Badestränden Warnungen vor Rip-Strömungen auf Basis aktueller meteorologischer Daten?

Nein, von Vorhersagen, die in die Sicherheitskonzepte an Strandabschnitten eingehen, ist Europa noch weit entfernt. Nach Recherchen von Blausand.de ist Meteorologie auch nur in wenigen Ländern Bestandteil der Ausbildung bei Rettungsschwimmern.
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