Buchstabe B
 

Badeseen

Image2007 waren Seen und Flüsse wieder einmal die gefährlichsten Badestellen in Deutschland. 4 von 5 Opfern ertranken in Badeseen und in Flüssen.

Und gerade diese riskanten Gewässer sind fast immer unbewacht. Die Anwesenheit von Rettungsschwimmern ist hierzulande immer die Ausnahme, nicht die Regel. Badeseen sind nur kinderfreundlich, wenn sie auch bewacht sind. Das ist zu oft nicht so. Badeverbotsschilder, die von den Kommunen statt wirksamer Absicherung oder Präsenz von Rettungsdiensten aufgestellt werden, sind keine Lösung.

Die Überfüllung der Badestellen - wie 2007 - stellt ein zusätzliches Risiko mit der Konsequenz dramatisch steigender Unfall- und Ertrinkungszahlen dar. Grund für Unfälle bei Kindern ist meist die Verantwortungslosigkeit bei den Eltern. Deshalb unbedingt und immer auf Kinder achten und sich über die Bewachungssituation und die Bewachungszeiten (oft nur am Wochenende und während der Schulferien) achten!

Auf Anfrage von Blausand.de teilte die DLRG (grösste Wasserrettungsgesellschaft der Welt) mit, dass man weder Informationen zu den Schwimmfähigkeiten bei den Ertrinkungsopfern in Deutschland noch zur Frage habe, ob Badestellen, an denen tödliche Unfälle passiert sind, bewacht waren. Blausand.de wiederholt an dieser Stelle die Forderung nach der Ermittlung dieser wichtigen Daten, ohne die Ertrinkungsgründe nicht präzise ermittelt werden können.


 

Badetipps von Blausand.de

ImageBlausand.de hat seit vielen Jahren fundierte Erfahrungen mit dem Thema Badesicherheit in Europa. Eigentlich ist es keine gute Idee, so viel Tipps zu geben. Einfacher wäre ein Satz: "Baden und Schwimmen sind gefährlich."

Die Gefahren im Wasser sind aber leider etwas komplexer und wir meinen, dass sie benannt werden müssen. Deshalb: Wenn Sie die 14 Blausand.de-Tipps für mehr Badesicherheit beachten, sind Sie gut auf einen unbeschwerten Badeurlaub vorbereitet.


1. Respektieren Sie das Meer, die Kraft und die Unberechenbarkeit des Wassers. Sie konnen vielleicht gut schwimmen. Aber weiß das Meer das auch?

2. Don´t swim alone! Gehen Sie nie allein schwimmen! Einsamkeit im Wasser ist riskant.

Image3. Es gibt eine Häufung von Ertrinkungsunfällen zu Beginn des Urlaubs. Also ist am ersten Urlaubstag besondere Vorsicht geboten.

Ruhen Sie sich nach beschwerlicher Autofahrt oder nach einem Flug erst aus, bevor Sie den Badespass genießen.

4. Schwimmen Sie möglichst nur an bewachten Badestellen und prüfen Sie vorher, wo Sie im Notfall Hilfe erhalten.

5. Bevor Sie schwimmen, machen Sie sich mit Ihrem Strand oder dem Badesee vertraut.

6. Fragen Sie Einheimische, Hotelpersonal, Reiseleiter oder Rettungsschwimmer nach den Bedingungen und nach möglichen Gefahren.

7. Beachten Sie die Warnflaggensysteme und informieren Sie sich über deren Bedeutung.

Image8. Bei "Roter Flagge" ist das Baden - auch bei ruhigem Wasser und strahlender Sonne - lebensgefährlich, weil Sie die Gefahren (etwa durch Unterströmungen) nicht erkennen können.

Auch wenn andere Menschen schon im Wasser sind: Verzichten Sie auf das riskante Vergnügen.

9. Ausgelassene Ferienstimmung und Alkohol machen gute Laune. Führen aber auch zur Einschränkung Ihrern Konditionierung und zur Überschätzung der eigenen Kräfte.

10. Bitte nicht mit vollem Magen ins Wasser gehen. Der Mensch wird nach dem Essen träge und es fehlt dann in kritischen Situationen die nötige Kraft.

11. Sie sollten nur ins Wasser gehen, wenn Sie sich fit fühlen. Das gilt besonders für Seniorinnen und Senioren und für Menschen mit chronischen Beschwerden, insbesondere bei Herz-und Kreislaufproblemen und für Diabetiker.

12. Schwimmen Sie nicht zu weit raus und nur in abgeteilten Schwimmbereichen. Schon ein Krampf kann gefährlich sein, wenn Sie sich nirgendwo festhalten können oder keinen Grund unter den Füssen haben.

Image13. Wasser übt auf fast alle Kinder eine magische Anziehungskraft aus.

Lassen Sie Ihre Kinder nie, erst recht nicht mit Luftmatratzen und Gummitieren allein und ohne Aufsicht (auch nicht in Strandnähe) baden.

Kinder verlieren im Wasser schnell die Orientierung und können auch in knietiefem und scheinbar ungefährlichem Wasser in lebensbedrohliche Situationen kommen.

14. Wenn Sie einen Schwimmer in Not sehen, sollte Sie nie ins Wasser gehen, bevor Sie eine Rettungskette (Notruf, Aufgabenverteilung) organisiert haben und nur dann, wenn Sie sich die Rettung körperlich zutrauen. Bringen Sie sich nicht in Gefahr und denken Sie unbedingt daran, einen Auftriebskörper (schwimmender Gegenstand) mitzunehmen. Diesen sollen Sie dem Schwimmer aus sicherer Entfernung zureichen und so eine Umklammerung vermeiden. Schwimmen Sie den Ertrinkenden von hinten an und retten Sie - wenn mehrere Personen in Not sind - von "aussen nach innen".


 

Badezeiten

Sie kennen Badezeiten vielleicht von den ostfriesischen Inseln, die sowohl durch Ebbe und Flut als auch durch Dienstzeiten des Bewachungspersonals bestimmt werden. Sie ahnen es sicher schon: unsere unmissverständliche Empfehlung ist die strikte Einhaltung der angezeigten Termine für Ihren sicheren Badespass innerhalb der Badezonen.

Ansonsten gilt, dass es in Europa keine festgelegten Bewachungszeiten gibt. Sie sollten sich - wenn der Badeabschnitt überhaupt bewacht wird - bei den Rettungsschwimmern darüber informieren, wann die Stationen besetzt sind, in welchen Monaten, zu welchen Tageszeiten

Die Warnflaggen sind kein Garant für vorhandene Strandbewachung, auch dann nicht, wenn die grüne Flaggenfarbe gehisst ist.

An deutschen Badestellen, die von Wasserrettungsdiensten bewacht werden, können Sie nur an den Wochenenden und während der Schulferien mit Bewachung rechnen, die durch eine Vereinsflagge auf dem Wachturm signalisiert wird. DLRG, Wasserwacht & Co. begründen die unterschiedlichen Bewachungszeiten mit den vom Wetter und der Frequentierung der Badestelle abhängigen Anforderungen. Auch die Frage der Haftung spielt eine Rolle für die nicht veröffentlichten Bewachungszeiten.


 

Badezonen

Image„Papa, was bedeuten denn die rot-gelben Flaggen“, fragt in einem Beitrag auf der Webseite der DLRG Björn seinen Vater. "So wie Björn", schreibt die größte Wasserrettungsorganisation der Welt weiter, "geht es vielen Kindern und Erwachsenen, wenn sie die Flaggen in den unterschiedlichen Farben am Meer sehen." 

Wie wahr. Die Frage des Jungen nach der zukünftigen Bedeutung der Flaggenfarben ist mehr als berechtigt, denn die so genannte "Badezonenkennzeichnung" in Rot-Gelb soll ganz unterschiedliche Informationen vermitteln und sorgt schon allein deshalb zunehmend für Irritationen unter Wasserrettern, Urlauben und Freizeitsuchenden. Vor allen in europäischen Urlaubsländern, die die neuen Regelungen nicht selten kopfschüttelnd zur Kenntnis genommen und deshalb in einigen Fällen vorerst auch lieber bei der "alten" Regelung (Grün, Gelb und Rot) bleiben wollen.

Solange einzelne "Farben" gehisst werden, ist die Sache eindeutig: eine gelbe Flagge signalisiert Gefahr, Rot bedeutet Badeverbot. So weit, so gut. Schwieriger wird es bei einer rot/gelben Flagge. Einerseits dient diese als Begrenzung für den Schwimmbereich und als Zeichen dafür, daß hier Wassersportgeräte verboten sind, andererseits soll Rot/gelb signalisieren, daß der Strand bewacht ist.

Alles klar, liebe Urlauber? Wer die Kennzeichnung (siehe Bild)  in sorgloser Urlaubslaune auf Anhieb vollständig versteht, sollte sich einen Preis als Flaggenversteher verleihen lassen.

Nichts gegen die Reduzierung von Schildern und Flaggen, aber: wieso man nun exakt die selben Farben für Gefahr und Verbot auch als Hinweiszeichen für Begrenzung und Bewachung verwendet, bleibt rätselhaft und trägt eher zur allgemeinen Verunsicherung bei. Signale und Flaggenfarben müßten in ihrer Bedeutung klar zuzuordnen und vor allem unmißverständlich sein. Wir hoffen auf eine kritische Überprüfung der Kennzeichnungen, bevor diese europaweit und endgültig zum Einsatz kommen.


 

Balearen, Spanien

ImageNicht mal die Hälfte aller Balearenstrände sind bewacht. Welche es sind, weiss der Urlauber erst, wenn er da ist. Vor Jahren haben Mitarbeiter der Balearenregierung versucht, gefährliche Balearenstrände zu identifizieren und dabei drei Fragen zu stellen: Wo liegen und baden sehr viele Menschen? Wo gibt es bekannte Gefahren wie Rip-Strömungen? Und Wo sind Menschen ertrunken?

Besonders an Ost- und Südküste der Insel Mallorca und am Es Arenals / Platja Migjorn der Insel Formentera bestehen Gefahr durch Strömungen bei auflandigen Winden. Irritierend ist, dass es nach wie vor zwei Notrufnummern (112 und 061) gibt und die unzureichende Koordination mehrfach Zeitverzögerungen mit lebensbedrohlichen Folgen verursacht hat. Der Rettungsdienst wird als kritisch angesehen, die Koordination zwischen den Gemeinden und dem spanischen Cruz Roja ist nicht optimal. Verstärkt werden inzwischen auch private Rettungsorganisationen eingesetzt, die häufig mit argentinischem Personal arbeiten.

ImageDie Notrufzentrale 112 befindet sich in Palma de Mallorca. Von hier werden die Rettungseinsätze für Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera koordiniert. Im Notfall kann von jedem Handy über die Notrufnummer 112 (ohne Vorwahl) mehrsprachig Hilfe angefordert werden. Unser Test im Mai 2008 war allerdings negativ: Fünf Versuche mit der Bitte nach einem Englisch sprechenden Partner endeten in der Warteschleife. Auf den Balearen ertrinken pro Jahr zwischen 40 und 70 Menschen.

Ob die Ankündigung der Balearenregierung, die Zahl der Rettungsschwimmer („socorristas“), die Zahl der Warnhinweise und die medizinische Versorgung am Strand zu verbessern, Realität wird, bleibt abzuwarten. Immerhin soll es inzwischen auf Mallorca eine Rettung aus Luft mit Hilfe eines speziellen „Baywatch-Helikopters“ geben. Hier erhalten Sie weitere Informationen zum Thema.


 

Balkone

Mit einer konsequenten Massnahme sorgen Sie in Ihrem Urlaubsdomizil dafür, dass Ihre Kinder – besonders wichtig ist das für Bettenburgen ohne Sicherung von Fenstern und Türen - sicher sind: Nie allein lassen. Auch nicht für kurze Zeit.

Schwierig kann es auch werden, wenn Sie selber auf der Brüstung Ihres Balkons in der 12. Etage abfeiern. Dann können Sie nur noch hoffen, dass direkt unter den Balkon ein riesiger und nicht zu flacher Swimmingpool gebaut wurde. Das aber ist nur selten der Fall.

 

Baywatch

ImageBaywatch wurde zur erfolgreichsten US-Fernsehserie des 20. Jahrhunderts, die in 144 Ländern ausgestrahlt wurde. Der Erfolg der Water-Soap beruht größtenteils auf dem Ideal einer vor Gesundheit und Tatendrang strotzenden Jugendlichkeit, die das Team verkörpert, und auf der Mitwirkung wirksamer Sexsymbole wie David Haselhoff, Pamela Anderson oder später Carmen Electra, die für amerikanisch eingegefärbte Erotik in den Serien sorgen. 

Schön wär es schon, wenn die gelegentlich als Badehosenfraktion verspotteten ehrenamtlichen deutschen Wasserretter, die oft so gar nichts "baywatchmässiges" haben, wenigstens etwas von diesem Leitbild hätten. Dann würden sie vielleicht nicht nur dann beachtet werden, wenn sie gebraucht werden. Und das Interesse, sich ausbilden und einsetzen zu lassen, wäre wohl auch grösser.


 

Beach Safety Day

Der jährliche Beach Safety Day, immer am 15. Juni (also am Freitag, 15. Juni 2009) will aufrütteln und ist eine europaweite Demonstration für mehr Information über die Gefahren am und im Wasser und gegen Unwissenheit, Ignoranz, Tabuisierung und Verantwortungslosigkeit von Menschen und Organisationen.

Bei Imageimmer weiter steigender Ertrinkungszahlen in Europa will dieser Tag das Sicherheitsbewusstsein erhöhen, das Thema Badesicherheit zum Thema machen - allerdings ohne dabei Menschen zu verschrecken und ihnen die Freude im Urlaub und am Badespass nehmen zu wollen.

Ebenso sollen die beteiligten Organisationen und Institutionen (Politik, Fremdenverkehrsverbände, Reiseveranstalter, Kommunen, Wasserrettungsdienste bis hin zur Europäischen Union) sensibilisiert und aufgefordert werden, so schnell wie möglich Verantwortung zu übernehmen, ein wirksames Netzwerk aufzubauen, um dem Ertrinkungstod unter immer kritischeren Bedingungen wie heisse Sommer, übervolle Strände offensiv zu begegnen.


 

Begrüßungstreffs

ImageSie haben eine Pauschalreise gebucht, aber wollen mit den „Rahmenbedingungen“ so wenig wie möglich zu tun haben. Begrüssungstreffs? Das Gläschen Sekt können Sie ja wohl gerade noch selber zahlen und die Ausflugstouren sind ja eher was für „Pauschies“.

Dazu gehören Sie natürlich nicht.

Wir meinen, Sie sollten den inzwischen oft gut ausgebildeten, kompetenten und landeskundigen ReiseleiterInnen eine Chance geben. Und vielleicht hat Ihr Veranstalter ja auch etwas im Programm, was auch auf Ihre Bedürfnisse ausgerichtet ist (dazu gehört natürlich nicht der „Flat Rate“ - Saufausflug, den ein grosser Reiseveranstalter 2006 für seine Gäste in Arenals auf Mallorca offerierte). Oder Sie erfahren etwas über einen ganz neuen Markt, von dem Sie trotz intensiver Vorbereitung noch nichts gehört hatten.

Vergessen Sie aber bitte nicht, zu fragen, welche Strände vor der Hoteltür bewacht sind, welche speziellen Gefahren und welche Flaggenfarben es gibt. Wenn Sie keine oder nur ausweichende Antworten bekommen, verstehen wir, wenn Sie die Beteiligung an diesen Veranstaltungen in Zukunft anderen Urlaubern (siehe Absatz 1) überlassen.


 

Beobachter für Blausand.de

ImageBleiben Sie in diesem Jahr in Deutschland, fahren Sie nach Spanien, Griechenland, Italien, Frankreich in die Türkei oder wollen Sie Ihren Urlaub am Badesee vor der Haustür verbringen?

Für die beliebtesten Strände in europäischen Urlaubsländern sucht Blausand.de Menschen, die sich in Ihrem Urlaub eine Stunde Zeit für Strandsicherheit nehmen. Alle Informationen gibt es, wenn Sie ein Mail an senden.

 

 

Bewachungszeiten

ImageImmer wieder fällt auf, dass die Stationen der Wasserretter nicht eindeutig als besetzt oder geschlossen erkennbar sind – zumal die Türme und Häuser eher Festungen gleichen (wohl aus Angst vor Vandalismus).

Oft haben wir deshalb vorgeschlagen, statt eines kleinen Fähnchens die Bewachungszeiten an die Station zu schreiben und in den regionalen Tageszeitungen zu veröffentlichen. Das passiert aber so gut wie nie, und wir vermuten dahinter die Absicht der Retter, sich im Fall von Unfällen bei nicht besetzten Stationen schadlos halten zu wollen. Zu Lasten der Strandbesucher, wie wir meinen.

Dass Bewachungseiten und deren klare Ansagen eine segensreiche Angelegenheit sein können - dafür sind die ostfriesischen Inseln der beste Beweis. Auf Wangerooge dürfen die Leute eben nur unter Aufsicht baden und werden nach Ende der Badezeit aus dem Wasser gepfiffen. Resultat: Die Zahl der Badetoten an Nord- und Ostsee sind vergleichsweise gering.


 

Blaue Flagge

Image3500 ausgezeichnete Strände und Häfen werden auf der Website www.blueflag.org veröffentlicht. Und wieder werben die mit der Blauen Flagge ausgezeichneten Strände damit, daß diese nicht nur sauber, sondern auch sicher sein sollen.

Zugegeben: Viele der mit der "Blauen Flagge" ausgezeichneten Strände sind auch bewacht, aber eben nicht alle. Denn auch dann, wenn keine adäquate Zahl von Rettungsschwimmern vorhanden ist oder der Strand unbewacht ist, reicht das Vorhandensein von Rettungsmitteln und Erste-Hilfe-Material aus, um in den Genuß der werbewirksamen Verleihung zu kommen.

Also ist die Blaue Flagge bisher eher eine Mogelpackung, weil (wenn überhaupt) nur bewachte Strände als sicher bezeichnet werden können. Frühestens 2012 will die Dachorganisation in Kopenhagen die Kommunen verpflichten, zwingend Wasserrettungsdienste als Kriterium für die Verleihung zu stellen. Warum nicht früher???


 

Buddy-Prinzip

Den Begriff kennen Sie vielleicht. Es ist eine der wichtigsten Grundregeln beim Tauchen und sagt aus, dieses nie allein zu tun. Infolgedessen hat sich das Buddy-Prinzip herausgebildet. Es besagt, dass man immer einen direkten Begleiter hat, zu dem man unter Wasser laufend Kontakt hält und der es seinerseits ebenso hält.

Warum nicht auch beim Schwimmen über Wasser? Sie könnten sich bei Krämpfen gegenseitige Hilfestellung leisten, den Partner bei Verletzung oder Bewusstlosigkeit sicher an Land zurück bringen und vielleicht ärztliche Hilfe herbeirufen, beim Hängenbleiben in Hindernissen den Partner anleiten, wie er sich selbst befreien kann und vor allem in Angstsituationen beruhigend wirken. Und auch das Schwimmen macht mehr Spass zu zweit. Im Wasser einsam zu sein ist riskant.


 

Bußgelder

Verkehrssünder müssen sich in Deutschland auf härtere Strafen einstellen. "Wir werden die Bußgelder für Verstöße wie Alkohol- und Drogenfahrten deutlich erhöhen", erklärte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee im letzten Jahr. Er habe sich diesbezüglich mit seinen Länderkollegen verständigt. So soll die Obergrenze für allgemeine Verkehrsverstöße laut Tiefensee von 1000 auf 2000 Euro angehoben werden. Wer vorsätzlich rast oder drängelt, könnte künftig bis zu 2000 Euro zahlen. Wer mit Alkohol oder Drogen am Steuer erwischt wird, Imagemuss sich auf eine Strafe von bis zu 3000 Euro einstellen. "Nur wenn es im Portemonnaie wirklich wehtut, werden Verkehrsrowdys ihr Verhalten ändern", sagte Tiefensee.

Warum. so fragen wir uns, haben sich die Wasserrettungsorganisationen in Europa bisher nur selten für Massnahmen vergleichbarer Art stark gemacht? Nur in Frankreich und Portugal werden bisher Strafen bei lebensgefährlichen Verstößen gegen Baderegeln verhängt. Menschen, die Badeverbote missachten oder unter Alkohol oder Einfluß anderer Drogen schwimmen gehen, gefährden andere Menschen gleichermassen, wenn diese retten wollen und - nach Expertenmeinungen in mindestens zehn Prozent aller Fälle - selber ums Leben kommen.

Es geht ja nicht nur um das eigene Risiko, wie der Präsident der DLRG, Klaus Wilkens, in einem Blausand.de-Interview ausführt ("Eine Selbstgefährdung kann schwerlich bestraft werden und mit Verboten und erhobenem Zeigefinger, das zeigt die Erfahrung, erreicht man nichts"), sondern - siehe oben – auch um die Gefährdung anderer Menschen. Hinzu kommt die menschliche Eigenschaft, sich eher in riskante Situationen zu begeben, wenn andere Menschen dies auch tun.

Was meinen Sie zum Thema Bußgelder bei Nichtbeachtung der Baderegeln? Bitte schreiben Sie uns an


 

Bundesländer

In Bayern, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Baden-Württemberg ertrinken die meisten Menschen, ermittelte die DLRG.  Die Gesellschaft hat für 2007 die Ertrinkungszahlen pro 100.000 Einwohner in den deutschen Bundesländern aufgelistet, was aussagekräftiger ist. Demnach baden Menschen in Mecklenburg-Vorpommern am gefährlichsten.



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