Buchstabe F
 

Fähren

ImageAuf meinen Überfahrten von Ibiza nach Formentera habe ich oft gedacht: Besser nicht so genau hinschauen. Es ist zum Glück immer gut gegangen.

Die Zahl der Seelenverkäufer im Mittelmeer scheint sich inzwischen eher etwas zu reduzieren. Vielleicht zeigt die Kritik der ADAC-Tester in den vergangenen zehn Jahren Wirkung . Das Reisen mit einer Fähre in Europa wird sicherer. Das ist die erfreuliche Botschaft, die das Ergebnis des Tests 2006 ergeben hat. Von den 30 getesteten Ro-Ro-Passagierfähren fiel nur eine mit der Note mangelhaft durch. Eine Tendenz, die sich bereits in den Vorjahren angedeutet hat.

Testsieger ist die Olympic Champion der griechischen Reederei Anek Lines. Ausgerechnet die Griechen, die bisher die Negativ-Hitliste anführten.


 

F.L.A.G.S.

ImageKurzbezeichnung und "Eselsbrücke" für die wichtigsten Tipps beim sicheren Badespass in englischer Sprache. Diese Empfehlungen sind den "Operational guidelines" der International Life Saving Federation of Europe (ILSE) entnommen, sind aber an den wenigsten Badestränden Europas bisher anzuwenden, da die bisherigen Ampel-Flaggensysteme (grün-gelb-rot) noch nicht abgelöst wurden.

Übrigens: Das "Gelbe vom Ei" ist das sicher noch nicht. Blausand.de arbeitet an einer leicht einprägsamen deutschen Version. Wenn Sie eine Idee haben und wir uns für diese entscheiden, hononieren wir Ihr Engagement mit einem wertvollen Überraschungspäckchen für Ihren nächsten Urlaub. Bitte mailen Sie und Ihre Idee unter und teilen Sie uns Ihre Postadresse mit.


Find the red and yellow flags and swim between them.
Schwimmen Sie nur im Strandabschnitt zwischen rot/gelben Flaggen

Look at the safety signs
Beachten Sie die Sicherheits- und Warnhinweise

Ask a lifeguard for advice
Erkundigen Sie sich bei Rettungsschwimmern nach Strandgefahren

Get a friend to swim with you
Nie allein schwimmen! Wichtige Infos gibt es auch unter "Buddy-Prinzip"

Stick your hand up and shout for help if you get into difficulty
Geben Die Alarmzeichen mit Ihren Armen. Wenn Sie jemanden in Not erkennen, informieren Sie die Rettungsschwimmer oder rufen Sie die Notrufnummer 112 an.


 

Flüchtlinge

ImageNur gut 60 Seemeilen, das sind 90 Kilometer, trennen die Westküste Marokkos von Europas Sonnenstränden auf den Kanarischen Inseln. Vor allem Fuerteventura, der afrikanischen Küste am nächsten gelegen und Urlaubziel für jährlich über eine Million Touristen, ist die allerletzte Hoffnung für rund 100.000 Afrikaner, die in einer lebensgefährlichen Passage auf winzigen Holzschiffen das Meer überqueren. Fast täglich werden Spanienurlauber und die spanischen Behörden mit ankommenden Flüchtlingen in ihren Pateras, zusammengeschusterten Seelenverkäufern aus Holz konfrontiert. Viele zahlen mit dem Leben oder mit lebenslang traumatisierenden Erlebnissen. Die Zahl der ertrunkenen Flüchtlinge wird auf inzwischen über 1000 geschätzt. Die furchtbare Seefahrt wird zum schrecklichen Abschluss einer oft jahrelangen Reise, die sie vom Senegal oder von Nigeria über Marokko nach Europa führen soll.

Schätzungen zufolge starben 2006 bis zu 7000 Afrikaner im Atlantik. Gut 32.000 gelangten 2006 lebend auf die Kanaren. Derzeit geht es mit der Zahl der Ankömmlinge wieder steil nach oben. Einen traurigen Blausand.de-Report zum Thema lesen Sie hier.


 

Flüsse

Ob Rhein, Mosel, Weser oder Elbe: die Gefahren sind weitestgehend die gleichen.

Und die Unfälle häufen sich: Von mindestens 606 Ertrinkungsopfern im Jahr 2006 ertranken nach Zahlen der DLRG allein 227 Menschen in Flüssen. Damit sind die fliessenden Gewässer in Deutschland nach Seen und Teichen die zweitgefährlichsten Unfallorte für den Badespass.

Geschwindigkeit und Kraft der Strömung im Fluss hängen wesentlich vom Wasserstand, aber auch vom Flusslauf ab. Hohe Pegelstände bedeuten eine hohe Fließgeschwindigkeit. Im Rhein beispielsweise stemmt sich auch ein kräftiger Erwachsener nicht mehr gegen die starke ImageStrömung, wenn er in brusttiefem Wasser steht. Und das gilt schon für normalen Wasserstand! In Kurven drängt die Strömung nach außen. Schwimmer dürfen die Strömung nie unterschätzen! Wer von ihr abgetrieben wird, sollte auf direktem Weg das ihm nahe Ufer anschwimmen.

Gegen den Strom zurück zu schwimmen gelingt vor allem in den großen Flüssen auch trainierten Schwimmern nicht. Der kraftraubende Versuch wird bei Erschöpfung schnell lebensbedrohlich.

Unzählige Berufs- und Frachtschiffe befahren die großen Binnenwasserstraßen. Die Fahrrinne wird durch grüne und rote Bojen markiert, und muss nicht immer unbedingt durch die Flussmitte verlaufen. Diese Fahrrinne ist aufgrund sehr hoher Gefahr für Schwimmer absolut tabu! "Dickschiffe" erzeugen einen starken Sog, der Menschen unerbittlich unter das Schiff, oder in die Schiffschraube zieht. Frachtschiffe können nicht, wie ein PKW, auf wenigen Metern eine Vollbremsung machen. Bis zum Stillstand legt das Schiff bis zu einem Kilometer zurück. Dann sind im Sommer zahlreiche Sportboote und Yachten unterwegs, die von mal mehr, mal weniger erfahrenen Freizeitkapitänen gesteuert werden.

Manchmal ist es mit deren Fähigkeiten und Vernunft schlecht bestellt. Statt in Fahrtrichtung zu blicken, wird am Bordradio hantiert oder der Bootsfahrer ist sonst irgendwie abgelenkt. Schon wird ein Schwimmer übersehen. Wo reger Sportbootverkehr herrscht, ist also besondere Vorsicht wichtig. Schwimmer sollten immer mit Fehlverhalten von Sportbootfahrern rechnen.


 

Formentera

ImageDie Rettungsschwimmer von Formentera - insgesamt waren es 6 socorristas vom 1. Mai bis 31. Oktober, verstärkt durch 2 weitere ab 15. Juni - mussten sich 2005 trotz widriger Rettungsbedingungen einer besonderen Herausforderung stellen.

Denn 2004 kam auf der kleinsten Baleareninsel erstmalig kein Mensch durch Ertrinken ums Leben. Einige Veränderungen sind positiv. So steht an der Platja Migjorn und am Levante Strand ("Levante riskante"), den beiden gefährlichsten Strandabschnitten, jeweils ein Beobachtungsturm mit gut sichtbaren Rotkreuzflaggen und jeweils einem schnellen Jetski.

Aber es gibt auch Kritisches zu vermerken: Ende Mai 2005 - fast einen Monat nach Beginn der Badesaison - gibt es weder Bojen zur Begrenzung der gefährlichsten Strandabschnitte noch die Orientierungsnummern an den Abfallkörben, die im Notfall den Standort kennzeichnen sollen. Von der Balearenregierung angekündigte Warnhinweise, die die oft ahnungslosen Formenteraurlauber vor den gefährlichen Unterströmungen warnen sollen - bis Ende Mai 2005 Fehlanzeige. Grüne Flaggen, die ab diesem Jahr verschwunden sein sollten, wurden immer noch gehisst.

ImageUnd die Kommunikation ist alles andere als optimal. Im Einsatzfall rufen die socorristas per Handy die Notfallzentrale 112 in Palma de Mallorca an, die den Einsatz koordinieren soll. Und das kann kostbare Zeit dauern. Eine direkte und schnelle Verständigung zwischen Rettungsschwimmern und dem medizinischem Personal auf Formentera war bisher im Alarmplan jedenfalls nicht vorgesehen.

Auch ist die Ausstattung der "socorristas" mangelhaft und würde bei professionellen Wasserrettern nur Kopfschütteln auslösen. Es gibt nicht immer Sauerstoff am Strand, für eine schnelle Erstversorgung von Halbertrunkenen unbedingt notwendig. Hierbei stellt sich allerdings die Frage, ob die Retter überhaupt dafür ausgebildet werden. Denn auch auf Formentera werden - wie auf den anderen Baleareninseln Mallorca, Ibiza und Menorca - Rettungsschwimmer eingesetzt, die vom "Cruz Roja" in einer Schnellausbildung von gerade mal 20 Stunden fit gemacht werden sollen.

ImageIsidor Torres, Formenteras Bürgermeister (im Bild links neben Rolf Lüke, Gründer von Blausand.de), hatte während seiner ersten Amtszeit ein anderes brennendes Problem erkannt: die mangelhafte medizinische Versorgung der kleinen Baleareninsel.

Es gab bis zum Jahr 2007 kein Krankenhaus! Bereits vor Jahren beschwerte er sich in Madrid über die unhaltbaren Zustände und kaufte seinerzeit sogar ein Grundstück für den Bau des Krankenhauses. Halbertrunkene, Schwerverletzte mussten mit dem Krankenschiff, später mit den Helikopter ins nächste Krankenhaus Cán Misses auf die Nachbarinsel Ibiza gebracht werden. Viel zu oft war es dann zu spät.

Nun gibt es endlich das Hospital und es ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer besseren und schnelleren medizinischen Versorgung auf der Insel der vielen Ertrinkungsunfälle in der Vergangenheit. Am 18. September 1999 ertranken hier Beate Bernhardt aus Hamburg und Corinna Wittig aus Hannover. Der Beginn des Engagements von Blausand.de für mehr Badesicherheit in Europa

ImageKürzlich verkündete Bürgermeister Torres, dass die Rettungsschwimmer mit nahezu demselben Personal ab 2007 direkt vom Rathaus und -- im "gegenseitigen Einvernehmen" - nicht mehr über das Rote Kreuz verpflichtet werden. Das Rathaus investiert 125.000 Euro in die Wasserrettung.  Ab 1 Juni werden dann 2  weitere Helfer am Illetas mit einem Jetski am Pas de Trucadors stationiert und ein dritter Mann, der den Illetas direkt überwacht. Auch in Es Pujols wird ein Schwimmer eingesetzt.  Insgesamt soll während der Hauptsaion dann ein Kontingent von 11 Schwimmern auf  Formentera aktiv sein. Die Wachzeiten der Rettungsschwimmer sind in der Vor-und Nebensaison von 11 Uhr morgens bis 17 Uhr am Abend geplant und werden in der Hauptsaison im Juli und August bis 18:00 ausgedehnt.

ImageNachdem das Innenministerium der Balearen dem Rettungsdienst auf Formentera im vergangen Jahr zahlreiche Ausrüstunggegenstände überlassen hat, stehen den Helfern auf der Insel in diesem Jahr 3 nagelneue Jetskis mit dazugehörigen Rettungsanhängern, Defibrillatoren, 2 Ausrüstungen "Auxidoc" und ein Notfall-Koffer mit Wasser und Licht, der am Migjorn installiert wird, zur Verfügung. Der engagierte Bürgermeister gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass in diesem Jahr kein Todesfall an den Stränden Formenteras zu beklagen sei. Dazu gehöre die Mitarbeit aller, auch der Strandbesucher, die den Anweisungen der Rettungsschwimmer unbedingt Folge leisten sollten. In dieser Forderung unterstützte ihn auch seine Koordinatorin: "Dieses Jahr werden wir uns verstärkt auf die Prävention konzentrieren. Wir wollen Rettungen weitestgehend vermeiden und deswegen schon vor dem Ernstfall schon eingreifen. Auch sie wies noch einmal darauf hin, die Anweisungen der Rettungsschwimmer und vor allem Dingen auch die Farben der Strandbeflaggung auf jeden Fall zu beachten.

 

Frankreich

ImageIn Frankreich gibt es vor allem Gefahren durch starke Atlantikwellen und besonders durch Strömungen. Besonders riskant sind die Strömungsgefahren in den Prielen. Hier kommen die meisten Menschen ums Leben. Der rauhe Atlantik vermittelt vielen Urlaubern mehr Respekt vor den Gefahren als das Mittelmeer. In Frankreich besteht ein gutes Ausbildungsniveau der staatlichen Rettungsschwimmer. Es werden professionelle Rettungsmittel eingesetzt. Die Rettung aus der Luft ist an der Atlantikküste gut ausgebaut. Die Warnhinweise an Imageder Atlantikküste sind ebenfalls als gut zu bezeichnen. Frankreich hat sich auf die Wassergefahren durch Wind und Wellen eingestellt. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Allgemeine Risiken: In der Vergangenheit gab es Aktivitäten organisierter Banden, teilweise mit Betäubungsgas. Gewarnt wird vor Übernachtungen auf Rastplätzen an französischen Autobahnen - insbesondere in der Nord-Süd Richtung Südfrankreich-Spanien. Auf Korsika ist nach Aufhebung der Waffenruhe der korsischen Separatisten die Zahl der Sprengstoffanschläge gestiegen. Im Notfall: Deutsche Botschaft, Paris, Tel. (01) 53834500, europaweite Notrufnummer: 112 (Handy und Festnetz), oder national: Polizei 17, Unfallrettung 15.


 

Fuerteventura, Spanien

ImageAn der Nordküste bei Corralejo werden Schwimmer oft von Surfern aus bedrohlichen Situationen gerettet. Agualique ist riskant: Es ist eine höchst gefährliche Küste, vor der selbst die Einwohner von Fuerteventura großen Respekt haben. Hier prallen die Wellen mit großer Kraft auf die felsige Küste. Jedes Jahr sterben hier selbst erfahrene Personen wie beispielsweise Fischer. Weitere Informationen erhalten Sie hier.



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