Von G bis H
 

Gartenteiche

ImageNahezu jeder Gartenteich ist gefährlich für Babys und Kleinkinder. Sie können schon in einer Wasserhöhe von nur zwanzig oder dreißig Zentimetern ertrinken, auch wenn sie in dieser Wasserhöhe längst stehen könnten. Nicht nur Kinder im Krabbelalter sind davon betroffen, auch Vierjährige sind schon im flachen Gartenteich ertrunken. Das plötzliche Eintauchen selbst in flaches Wasser löst bei den Kindern meistens eine Schockreaktion aus.

Die Stimmritze im Rachenraum schließt sich, die Atmung wird dadurch unmöglich, das Kind erstickt im Wasser. Ärzte sprechen hier vom sogenannten "trockenen Ertrinken".

Image Deshalb gilt: Gartenteich, Regentonne und Planschbecken stellen für Kinder eine enorme Gefahrenquelle dar. Ertrinken ist die zweithäufigste Unfallart bei Kindern. Viele Eltern und Gartenteichbesitzer sind sich dieser Problematik nicht bewusst, weil sie davon ausgehen, daß ein dreijähriges Kind in einem Wasser, das ihm nur bis zu den Knien geht, nicht ertrinken könne. Das aber ist leider doch der Fall und kommt immer wieder vor! Die Folgen eines solchen Unfalles können binnen weniger Minuten dramatische Formen annehmen.
"Einmal untergetaucht, sind Kleinkinder infolge ihres schweren Kopfes und der noch ungeübten Muskulatur auch bei geringer Wassertiefe nicht mehr in der Lage, ihren Kopf eigenständig aus dem Wasser zu ziehen. Sie gehen hilflos unter. Meist passieren derart tragische Unfälle bei Stürzen in Biotope oder beim Baden, wenn die Kleinen auch nur wenige Minuten unbeaufsichtigt sind", weiß Dr. Rupert Kisser, Leiter des Institutes "Sicher Leben". Offene Wasserflächen richtig absichern! Eine der wichtigsten Maßnahmen, um vor allem Kleinkinder vor den Gefahren offenen Wassers zu schützen, ist die richtige Absicherung. Auch scheinbar harmlose Biotope bergen Gefahren.

Ein Kleinkind kann schon bei einer Wassertiefe von nur 10 cm ertrinken.

"Damit die Kleinen gar nicht erst auf die Idee kommen können, ins glitzernde Nass zu tapsen, gehören Schwimmbäder und Biotope hinter einen ausreichend hohen Zaun. Beim Biotop besteht durch die vielen Pflanzen und Tiere eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass Kinder beim Schauen das Gleichgewicht verlieren und hineinfallen", warnt ein Experte und klärt über die Sicherung von Pool, Badeteich und Biotop auf, die in einer stabilen Abdeckung oder einem Unterwassergitter (engmaschiges Eisengitter 10 cm unter der Wasseroberfläche) besteht.  Kleinkinder dürfen in der Nähe von Gewässern nie unbeaufsichtigt gelassen werden.

Kinder strampeln nicht, sondern fallen in eine Panikstarre, sobald der Kopf unter Wasser ist. Ertrinken ist leise und geht schnell. Bei einem Badeunfall entscheiden fünf Minuten über Leben und Tod.


 

Gewitter

ImageEs gibt bei drohendem Gewitter und bei Blitzen noch weitere Möglichkeiten, sein Leben zu schützen als sich nur von Bäumen (egal ob Buche oder Eiche !) fernzuhalten: Nie aufrecht stehen, besser mit geschlossenen Beinen in hockender Stellung verweilen. Gehen Sie weg von Gewässern und hohen Standorten wie Bergen, meiden Sie Metall (Sportgeräte, Regenschirme, Handys), suchen Sie eine Hütte, ein Haus oder ein Auto auf (Faradayscher Käfig, der elektrische Felder und Wellen ablenkt), halten Sie zu Metallzäunen und Wäldern 3 Meter Abstand ein, setzen Sie sich nicht mit anderen Personen zusammen und zählen Sie die Sekunden zwischen Blitz und Donner und teilen Sie diese durch 3 (20 Sekunden sind 6,7 km). Lebensgefahr besteht bei 10 Sekunden und weniger.


 

Gran Canaria, Spanien

ImageDie Urlauberinsel Gran Canaria ist geprägt von Traumstränden unterschiedlicher Art: von keinen Badebuchten, die man nur mit dem Schiff oder anstrengende Fusswege erreichen kann (Playa de Güigüi im Westen) bis hin zum endlos langen Strand an der beeindruckensten Sandfläche der Insel (Dunas de Maspalomas und die Strände von Maspalomas sowie die Playa del Inglés). Die grössten Badegefahren haben mit dem Alter der deutschen, englischen und skandinavischen Urlaubern zu tun. Gran Canaria hat eine Urlauberstruktur, die meist aus 40 bis 70 - jährigen besteht und mit steigender Popularität der "all inclusive - Hotels" - für Familien mit Kindern immer attraktiver wird.

Diesen Risikogruppen wird viel zu wenig Beachtung geschenkt. Der grösste Strandabschnitt Gran Canarias wird in der Hochsaison im Sommer von bis zu 100.000 Urlaubern besucht. Genau dann sind die Unzulänglichkeiten besonders deutlich: Um bei dieser massenhaften Urlauberflut schnelle Rettung zu gewährleisten, müsste sich professionelle Hilfe und Ausrüstung, also auch ein Defibrillator, direkt am Strand befinden. Das ist nicht der Fall. Informationen zur Badesicherheit auf Gran Canaria erhalten Sie hier.


 

Griechenland

ImageBesondere Strömungsgefahren gibt es in der Ägäis durch starke auflandige Winde (Meltemi). Die kleineren Strände der zahlreichen Inseln sind nicht bewacht, und man kann froh sein, wenn im Notfall überhaupt medizinische Hilfe zur Verfügung steht. Warnhinweise ausserhalb der Hotelanlagen sind selten, die Retttungsanfahrten dauern oft zu lange. Auf Kreta gilt die Nordküste als gefährlich.

Polititische Risiken: In Athen ist es in letzter Zeit zu vereinzelten, politisch motivierten Anschlägen gegen staatliche Einrichtungen und Einzelpersonen gekommen, die sich jedoch nicht gegen Touristen oder touristische Einrichtungen gerichtet haben. Im Notfall: Deutsche Botschaft, Athen, Tel. 2107285111, Polizei, Unfallrettung / Notarzt (auch mobil): 112


 

Grüne Flagge

ImageNach wir vor existiert diese Farbe an Europas beflaggten Badestränden, obwohl die Empfehlungen für die Strandsicherheit bereits seit mehreren Jahren die Abschaffung der grünen Flagge beinhalten. Und dies völlig zu Recht. Die Farbe grün im Flaggensystem suggeriert eine scheinbare Sicherheit, die es im Wasser nicht geben kann.

Erschwerend kommt hinzu, dass es tatsächlich immer noch Strandabschnitte gibt, an denen die grüne Flagge gehisst wird, die aber überhaupt nicht bewacht sind! Manchmal bleibt die Flagge auch über Nacht hängen, wenn das Wetter am Vortag in Ordnung war. Am nächsten Tag ist dann das Wasser gefährlich, die grüne Flagge hängt, bis die Strandaufsicht oft erst am späten Vormittag kommt. Fazit: Die grünen Flagge müssen endlich verschwinden !


 

Helikopter

Die schnellen und flexiblen Luftfahrzeuge sind nicht nur ein optimales Beförderungsmittel für Nofallmediziner, sie werden auch in immer mehr Ländern erfolgreich im Bereich der Wasserrettung eingesetzt, zumal Ertrinken ein extrem zeitkritischer Prozess ist. Bei einem Bewusstlosen mit Herzstillstand sinkt die Überlebenschance pro Minute um jeweils etwa zehn Prozent. Ein Halbertrunkener hat ohne Helikopter mit lebensrettendem Defibrillator an einem schwer zugänglichen Naturstrand nur selten eine Überlebenschance. Mallorca setzt seit Sommer 2007 einen "Baywatch-Helikopter" für die Strandrettung ein.

ImageADAC und Feuerwehr führten im Jahr 2007 im Raum Ingolstadt ein neues Verfahren zur Rettung Ertrinkender ein, das Vorbild für ganz Bayern sein soll: Ein Rettungshubschrauber fliegt speziell ausgebildete Taucher an die Unglücksstelle, so dass sie Menschen in Not schneller bergen können. Durch die Zusammenarbeit von Luftrettung und Feuerwehr ist nach ADAC-Angaben eine schnellere Rettung möglich: "Der große Vorteil eines Rettungshubschraubers ist der Zeitgewinn", sagt der Leiter der ADAC-Hubschrauberstation am Klinikum Ingolstadt, Peter Döring. "Geht ein Notruf bei Polizei oder der Rettungsleitstelle ein, sind wir zwei Minuten später in der Luft." Bei einer Zwischenlandung an der Feuerwache nimmt der Hubschrauber die parallel alarmierten Taucher der Berufsfeuerwehr an Bord. "Kurz darauf sind wir bereits am Unglücksort."


 

Holland

ImageDie westfriesischen Inseln und das Ijsselmeer gelten als gefährlich, die Gezeitenströmungen bei Einsetzen der Ebbe an der Nordsee sind auch hier nicht ohne Risiko.

Bewachung durch die Strandwacht und Warnhinweise in Form von mehrsprachigen Info-Tafeln sind zufriedenstellend. In Holland ist das Ertrinken bei Kindern die Todesursache Nummer 1. Weitere Informationen erhalten Sie hier.  Im Notfall: Deutsche Botschaft, Den Haag, Polizei und Unfallrettung: 112 (auch mobil).


 

Hotelpools

Hotelpools sind deshalb nicht risikolos, weil viele Eltern mit permanenter Bewachung durch das Hotelpersonal rechnen, was selten der Fall ist. Die wichtigste Empfehlung: Erst einmal die Bewachungssituation überprüfen, die Hinweisschilder lesen und die Kids nie aus den ImageAugen lassen. Wo sind die Rettungsringe zum Zuwerfen? Wo befindet sich die Erste Hilfe - Ausrüstung?

Im Juli 2006 forderten die Ärzte des Krankenhauses Son Dureta (Mallorca) auf einer Pressekonferenz den Gesetzgeber auf, für mehr Sicherheit und bessere Erste-Hilfe-Massnahmen an den Pools zu sorgen - getan hat sich bisher nichts. Laut einer Statistik des Krankenhauses in Palma de Mallorca stellen Kinder rund 70 Prozent der Todesopfer durch Ertrinken. Dabei seien vor allem die Kinder von Urlaubern gefährdet. Die meisten Badeunfälle ereignen sich in den Swimmingpools von Hotels und Wohnanlagen. Laut einer Statistik des Krankenhauses Son Dureta in Palma de Mallorca stellen Kinder rund 70 Prozent der Todesopfer durch Ertrinken. Dabei seien vor allem die Kinder von Urlaubern gefährdet. Die meisten Badeunfälle ereignen sich in den Swimmingpools von Hotels und Wohnanlagen, berichtet Inselradio Mallorca in seiner Internet-Ausgabe. Auf einer Pressekonferenz forderten die Ärzte des Krankenhauses den Gesetzgeber auf, für mehr Sicherheit und bessere Erste-Hilfe-Massnahmen an den Pools zu sorgen.



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