Von L bis M
 

Laienretter

ImageRetter können auch Sie werden, wenn Sie am Badestrand anderen Menschen in Not helfen wollen und müssen.

In dieser Situation ist Vorsicht geboten: Nach Aussagen von professionellen Wasserrettern kommt jeder zehnte Laienhelfer ums Leben, weil die Vorsichtsmassnahmen nicht beachtet werden, die Voraussetzungen für sinnvolle Hilfe nicht gegeben sind und Retter denselben Gefahren (etwa durch Unterströmungen) wie der Verunglückte ausgesetzt sind oder Opfer der Panikreaktionen des Schwimmers werden können.

Setzen Sie also immer zuerst eine so genannte Rettungskette in Bewegung. Panik ist ein grosser Feind von professionellem Verhalten. Bitte bleiben Sie ruhig. Delegieren Sie Aufgaben an andere Strandbesucher! Sorgen Sie mit anderen Helfern für Alarmierung.

Als Laienretter sollten Sie geübt sein und nie - vor allem nicht im Meer mit drohenden Unterströmungen - ohne ein Hilfsmittel wie ein Boot oder einen Auftriebskörper ins Wasser gehen. Falls Sie sich die Rettung nicht zutrauen, veranlassen Sie die Rettung durch andere Personen. Spielen Sie nicht den Helden!

ImageBeruhigen Sie den Gefährdeten und bringen Sie ihn nach Möglichkeit mit Stützung des Kinns an Land. Retten Sie - falls sich mehrere Personen in Not befinden - immer von "aussen nach innen". Beziehen Sie andere anwesende Personen in die weitere Versorgung mit ein. Ist die Person bewusstlos, überprüfen Sie Puls und Atmung, führen Sie falls erforderlich Herzdruckmassage und Mund-zu-Nase-Beatmung durch und alarmieren Sie einen Notarzt. Ist die Person bei Bewusstsein, bringen Sie sie in die stabile Seitenlage und wickeln Sie sie wegen der Gefahr der Unterkühlung in eine Decke - auch bei hohen Temperaturen.


 

Lanzarote, Spanien

ImageDie gesamte Nordwestküste ist aufgrund der extrem gefährlichen Strömungen eigentlich nur Lebensmüden zu empfehlen.

Die Famara-Bucht ist zu jeder Jahreszeit und auch bei scheinbar schönem Wetter lebensgefährlich. Trotz aller Warnungen ertrinken hier im Jahr nach Aussagen von Insulanern zwischen 10 und 15 Menschen.

An den Stränden von Puerto del Carmen sind die Strömungen meist geringer, Wind und Wellen sind meist nicht sehr kräftig, so dass man die meiste Zeit relativ gefahrlos baden kann und hier auch mit Kindern gut aufgehoben ist. Aber es gibt doch Zeiten mit ungünstiger Wetterlage. Beachten Sie - wie immer - daher auf jeden Fall die Warntafeln und die Flaggen: grün bedeutet unbedenklich, orange steht für Gefahr, rot bedeutet absolutes Badeverbot!  Alle weiteren Informationen zur Badesicherheit auf Lanzarote erhalten Sie hier.


 

La Palma, Spanien


ImageZusätzlich zu den beschriebenen Gefahren auf den Kanarischen Inseln gibt es auf La Palma gelegentlich Riesenwellen am Strand, die  - man kann es kaum glauben - sogar Spaziergängern zum Verhängnis werden können. Auf dieser Seite  ist das gefährliche Phänomen auf der kleinen kanarischen Vulkaninsel gut beschrieben: "La Palmas Brandung gehorcht keinen Fähnchen, ob sie nun blau, grün oder rot sein mögen. Das Meer ist sich hier nur selbst Rechenschaft schuldig und fragt nicht nach menschlichen Gesetzen. Es mag viele Stellen auf der Welt geben, an denen das Schwimmen hin und wieder tückisch ist. Auf La Palma kann jedoch bereits ein Strandspaziergang bei ruhiger Brandung unvermittelt tödlich enden."

Im Januar 2004 wurde ein Spaziergang am Strand von Tazacorte zur tödlichen Falle. Eine plötzlich autretende Riesenwelle erfasste bei ruhiger See drei Menschen. Zwei konnten von beherzten Urlaubern gerettet werden, für eine Person kam jede Hilfe zu spät. Weitere Informationen über Badesicherheit auf La Palma erhalten Sie hier.

 


 

Lebensretter als "Mensch des Jahres 2003"


ImageIm Sommer 2003 absolviert Manfred Winkler, im Hauptberuf Polizeiverkehrslehrer und seit jahrzehnten Rettungsschwimmer, seinen Rettungsdienst am Sylter Badestrand. Immer wieder kommen an einem einzigen Strandtag auf Sylt Urlauber in gefährliche Situationen und drohen zu ertrinken. Am Ende dieses Tages hat Manfred Winker insgesamt acht Menschen vor dem Ertrinkungstod auf der Nordseeinsel bewahrt.

Im selben Jahr wird Winkler von den Lesern des "Hamburger Abendblatt" zum "Mensch des Jahres 2003" gewählt. Karlheinz Böhm sagt über ihn: "Das ist ein guter Mann". Mit seinen aussergewöhnlichen Geschichten kommt Winkler in einem Buch mit dem Titel "SeaSeals" zu Wort. Im Interview berichtet er auch von anderen dramatischen erfolgreichen und nicht erfolgreichen Rettungen. Er erzählt über seine Begeisterung für das Meer, klärt über die Gefahren auf. "Verkehrsunfälle sind zu 98 Prozent keine Schicksalsschläge von aussen, sondern vermeidbar. Das ist sicher bei Ertrinkungsfällen ähnlich" schreibt er ins Gästebuch von Blausand.de.

 


 

Mallorca, Spanien

ImageNeun Millionen Menschen kommen in jedem Jahr auf die nach wie vor beliebteste Ferieninsel deutscher Pauschalurlauber. Für die meisten von Ihnen gibt es neben Sonne, Erholung, Spaß, "Sex, Drugs und Ballermann" einen wichtigen Grund, warum sie ausgerechnet hier Urlaub machen: Baden an einem der 175 Strände.

Bewachung gibt es an den stark frequentierten Stränden, allerdings ist während der Hauptsaison das Verhältnis zwischen der Zahl der Strandbesucher und der Zahl der Rettungsschwimmer unausgewogen. Irritierend ist auch, dass es für den Notfall zwei Notrufnummern gibt (112 und 061). Hier hat es in der Vergangenheit Koordinationsprobleme und zeitliche Verzögerungen gegeben. Der im Sommer stark frequentierte Naturstrand "Es Trenc" im Süden Mallorcas ist deshalb gefährlich, weil er nicht bewacht ist und sich der Unfalldienst erst einmal durch das Naturschutzgebiet begeben muss. Angesichts der zeitkritischen Prozesse bei Ertrinkungsunfällen hat dies in den letzten Jahren immer wieder zu tödlichen Unfällen geführt. Eine Verbesserung könnte sich durch einen "Baywatch-Helikopter" auf Mallorca ergeben, der seit Sommer 2007 zum Einsatz kommen soll. Alle weiteren Informationen zur Sicherheit an Mallorcas Badestränden gibt es hier.


 

Mallorca-Police

Bei Nutzung eines Mietwagens sind in vielen Urlaubsländern sind die Deckungssummen der Versicherer deutlich geringer als in Deutschland. Während hierzulande der Gesetzgeber einen Mindestschutz für Personen in Höhe von 2,5 Millionen Euro verlangt und für Sach- oder Vermögensschäden 500.000 bzw. 50.000 Euro, so belaufen sich die Versicherungssummen in vielen anderen Ländern nur auf Bruchteile dieser Beträge. Und das heißt nichts anderes als: Im Falle eines Falles übernehmen die örtlichen Versicherer nur diese Mindestleistungen – alles andere zahlt der Tourist aus eigener Tasche. Gerade nach Unfällen mit schwerwiegenden Personenschäden können so schnell existenzbedrohende Forderungen auf den Unfallverursacher zukommen.“

Die Versicherung heisst im Fachjargon Excedentenversicherung, bekannter ist sie aber unter dem Namen „Mallorca-Police“. Bei dieser Police handelt es sich um eine Zusatzversicherung speziell für Mietwagen, -motorräder und -mopeds während des Urlaubs im europäischen Ausland. Sie lässt sich beim Versicherer für die Dauer zwischen einem und zwölf Monaten erwerben und kostet monatlich rund 20 Euro. Eine Erweiterung ist lediglich einmal jährlich für die Dauer von drei Monaten möglich. Die Kosten für die Erweiterung belaufen sich auf etwa 30 Euro.

Bei einigen deutschen Kfz-Versicherern ist dieser Zusatzschutz bereits in der normalen Kfz-Haftpflicht enthalten. In diesem Fall ist eine weitere Versicherung natürlich überflüssig. In jedem Fall sollten Sie prüfen, bei welchem Versicherer sie ihre Kfz-Haftpflichtversicherung inklusive Mallorca-Police zu den besten Konditionen bekommen.


 

Mietwagen


ImageDie Bilanz der Tester des ADAC ist erschreckend: Von 61 überprüften Stationen in sechs Urlaubsländern sei jeder fünfte Anbieter durchgefallen, berichtete der Autoclub. Jedes vierte Auto habe erhebliche Mängel gehabt, jedes zehnte Auto sei zudem nicht mehr verkehrssicher gewesen und hätte nicht vermietet werden dürfen. Zu bemängeln seien auch der Versicherungsschutz und der Service am Kunden. Kindersitze würden beispielsweise oft als überflüssig angesehen. Knapp 50 Prozent der Stationen hätten allerdings "gut" bis "sehr gut" abgeschnitten.

Unterwegs waren die Tester auf Korfu, Sardinien, Korsika, Gran Canaria, Ibiza und Zypern, dem spanischen sowie griechischen Festland und in der Türkei. Sie mieteten inkognito bei international bekannten sowie regionalen und lokalen Anbietern Fahrzeuge für einen Tagesausflug einer vierköpfigen Familie mit Kleinkind. Mittels Checkliste wurde der technische Teil des Fahrzeugs, etwa Fahrwerk, Lenkung, Elektrik, Beleuchtung oder Insassensicherheit geprüft. Beim Serviceteil kamen etwa Versicherungsleistungen, Vertragsgestaltung und Kundenservice auf den Prüfstand.

Testsieger war wie im Jahr davor Avis, diesmal mit einer Verleih-Station auf Ibiza. Schlusslicht war die Firma Awasun Travel Agency in Side und damit erneut ein türkischer Anbieter. Deren acht Jahre alter Suzuki-Geländewagen "war in einem technisch völlig desolaten Zustand" und "nicht mehr fahrtauglich", urteilten die Tester.

 



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