Von U bis V
 

Überfälle

ImageDie nachstehenden Tipps haben zum Ziel, dass Sie nichts dazu beitragen, die Situation eskalieren zu lassen und Sie keinen Schaden an Leib und Leben nehmen.

Die vielleicht wichtigste Empfehlung ist, dass Sie nicht wie ein ängstlich aufgescheuchtes Huhn etwa durch die South Bronx in Manhattan rennen (übrigens auch ein Vorurteil – die Kriminalität von New York liegt inzwischen deutlich unter der Rate amerikanischer Großstädte). Versuchen Sie einfach, sich so zu verhalten wie Einheimische.

Wenn Sie überfallen werden: Geben Sie bereitwillig Ihr „thief money“ (Diebesgeld) ab, das Sie schon vorher in einer separaten Tasche „zurechtgelegt“ haben. Und seien Sie nicht zu geizig!  30 bis 40 Euro sollten es schon sein, sonst verärgern Sie den Dieb. Sie wollen Agressionen verhindern!

Dass die Zeit des (gut sichtbaren und leicht wegzunehmenden) Brustbeutels vorbei ist, hat sich sicher herumgesprochen. Empfehlenswert ist eine innen in die Hose eingenähte nicht sichtbare Geldtasche mit Reissverschluss, in die auch Ihre Kreditkarte Platz hat.


 

Unfallversicherung

Gute Anbieter mit verbraucherorientierten Versicherungsbedingungen haben eindeutige Regelungen dahingehend getroffen, dass auch Badeunfälle als mitversichert gelten. Sie sollten sich rechtzeitig bei ihrer Versicherung informieren und abklären, inwieweit Sie auch für diesen Fall der Fälle abgesichert sind. Insbesondere bei Altverträgen lauern gelegentlich Leistungslücken.


 

Unterkühlung

ImageUnterkühlung, Hypothermie, ist ein Zustand nach Kälteeinwirkung auf den Körper eines Lebewesens, das heisst, die Wärmeproduktion war über längere Zeit geringer als die Wärmeabgabe. Die Unterkühlung kann Gesundheitsschäden oder den Tod herbeiführen.

Bei Unfällen im Wasser muss man immer auch von einer Unterkühlung des Verunglückten ausgehen, so seltsam es klingt: auch bei sommerlichen Temperaturen.

Die optimale Rettungskette in Fällen von Unterkühlung sieht so aus: Notruf absetzen oder veranlassen, den Patienten schonend aus dem Gefahrenbereich bringen; wenn möglich, in einen Raum mit Zimmertemperatur, mindestens an einen windstillen Ort, den Patienten flach lagern und wenig bewegen oder, wenn möglich, vollständig immobilisierten Patienten mit Wolldecken zudecken oder einwickeln, eine Rettungsdecke nie direkt auf die Haut bringen, (diese wäre wegen fehlender Isolationswirkung nutzlos), zunächst nur den Körper (entsprechend dem zentralen Kreislauf) mittels Decken etc. aufwärmen, ständige Kontrolle der Vitalfunktionen, Betreuen des Patienten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes.


 

Unterlassene Hilfeleistung

Wenn Sie bei Notfällen nicht die zumutbare, also die Ihren Fähigkeiten entsprechende Hilfe leisten, machen Sie sich nach § 323 c des Strafgesetzbuchs wegen unterlassener Hilfeleistung strafbar.Bevor Sie Ihr Leben riskieren: es gibt Ausnahmen, etwa bei erheblicher Eigengefährdung des Helfers. Diese ist gegeben, wenn Sie einen Schwimmer draussen im Wasser sehen, der in eine Unterströmung geraten ist. Sie müssen sich den selben Gefahren nicht aussetzen, machen sich nicht strafbar und würden auch unverantwortlich Ihrem eigenen Leben gegenüber handeln. Eine zumutbare Maßnahme ist es aber in jedem Fall, die Rettungskette in Gang zu setzen, einen Notruf abzusetzen und Hilfe herbeizuholen.


 

Verantwortung

Solange nichts passiert, fragt selten jemand nach der Verantwortung. Aber wenn ein Unfall passiert, ist leider oft auch unklar, wer verantwortlich dafür ist. Hier einige Beispiele: Bei einem Badeunfall machen Eltern, die ihre Aufsichtpflicht vernachlässigt haben, oft die Badeaufsicht verantwortlich. Bei einem Badeunfall sind es der Verunglückte, die Rettungsorganisation, die Kommune oder der Reiseveranstalter. Wenn Organisationen oder Menschen nicht in Frage kommen, werden  Regen, Eisglätte, Nebel, schlechte Sicht (beim Autofahren) oder Wellen, Wind, Strömungen, Hitze oder Tsunami (bei Wasserunfällen) "verantwortlich" gemacht.

Menschen verwechseln Ursache und Verantwortung. Wenn etwa die Hitze des Vorjahres Schuld an der Tatsache sein soll, dass im letzten Jahr mindestens ein Drittel mehr tödliche Badeunfälle passiert sind, vergisst der Mensch, dass man nicht in der Lage war, sich durch vorbereitende Maßnahmen auf die Launen der Natur einzustellen.

Ein aktuelles Urteil zum Thema Veranstalterhaftung: Urlauber, die den markierten Hotel-Schwimmbereich verlassen, haften für Unfälle selbst. Wenn ausdrücklich mit Bademöglichkeiten in einer Bucht geworben wurde, muss der Veranstalter zwar gewährleisten, dass dort gefahrlos geschwommen werden kann. Es kann aber nicht von ihm verlangt werden, dass er den Schwimmbereich so absperrt, dass er nicht verlassen werden kann, entschied das Landgericht Köln in einem noch nicht rechtskräftigen Urteil (Az.: 4 O 99/06). Das berichtet die von der Deutschen Gesellschaft für Reiserecht in Wiesbaden herausgegebene Fachzeitschrift »ReiseRecht aktuell«. In dem betreffenden Fall klagte eine Urlauberin nach einem Badeunfall in der Dominikanischen Republik auf 20 000 Euro Schmerzensgeld. Sie war schnorcheln im Meer und hatte dabei den mit Bojen markierten Schwimmbereich der »geschützten Sandbucht« verlassen, der im Katalog beschrieben war. Ein Motorboot erfasste sie, drückte sie unter Wasser und verletzte sie dabei.

Die Klage sei unbegründet, entschied das Gericht. Die Urlauberin habe sich in dem Wasserbereich hinter der Markierung befunden, der nicht mehr zu überwachen war. Der Veranstalter muss zwar auch vor Gefahren außerhalb des Schwimmbereichs warnen. Die Katalog-Beschreibung der »weit geschwungenen, geschützten Sandbucht, die ideal für Wassersport geeignet ist« lege jedoch nahe, dass dort auch Boote zu erwarten sind. Die Ansprüche der Klägerin seien deshalb abzulehnen.



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