Kinder
Wasser übt auf Kinder eine geradezu magische Anziehungskraft aus. Diese Tatsache trägt zu einer traurigen Statistik bei, nach der die Ertrinkungsrate bei Kindern in Europa überdurchschnittlich hoch ist. Ertrinken ist die zweithäufigste Unfallart bei Kindern.

Blausand.de setzt deshalb in der Feriensaison 2005 die Aktion "Kids For Safety" in Europa mit vielen Aktion rund um  Badesicherheit für Kinder und ihre Eltern weiter fort.

ImageUnfälle durch Ertrinken sind bei Kindern unter 15 Jahren nach Transportmittelunfällen die zweithäufigste Unfallart mit tödlichem Ausgang. Auf einen Todesfall kommen vermutlich noch einmal 5-10 “Beinahe-Ertrinkungsfälle“.

Diesen Kindern kann zwar durch intensivmedizinische Maßnahmen häufig das Leben gerettet werden, jedoch sind die Langzeitresultate ernüchternd, wie eine Untersuchung aus dem Behandlungszentrum Vogtareuth zeigt: Jedes vierte ertrunkene Kind, das wiederbelebt wurde, starb innerhalb des ersten Jahres nach dem Unfall. 18% lagen nach einem Jahr immer noch im Koma, bei 37% blieben schwere und bei 13% mässige neurologische Schäden zurück. Nur in 7% der Fälle fanden sich leichte bis gar keine neurologischen Defizite. Jedes zweite Kind trägt eine Epilepsie davon.
Gartenteich, Regentonne oder Planschbecken können für Kleinkinder leicht zur tödlichen Gefahr werden. Besser ist es, den Gartenteich oder den Garten von vorne herein kindersicher zu gestalten. Auch flache Gewässer sind gefährlich.ImageNahezu jeder Gartenteich ist gefährlich für Babys und Kleinkinder. Sie können schon in einer Wasserhöhe von nur zwanzig oder dreißig Zentimetern ertrinken, auch wenn sie in dieser Wasserhöhe längst stehen könnten. Nicht nur Kinder im Krabbelalter sind davon betroffen, auch Vierjährige sind schon im flachen Gartenteich ertrunken. Das plötzliche Eintauchen selbst in flaches Wasser löst bei den Kindern meistens eine Schockreaktion aus.

Die Stimmritze im Rachenraum schließt sich, die Atmung wird dadurch unmöglich, das Kind erstickt im Wasser. Ärzte sprechen hier vom sogenannten "trockenen Ertrinken".

Deshalb gilt: Gartenteich, Regentonne und Planschbecken stellen für Kinder eine enorme Gefahrenquelle dar. Ertrinken ist die zweithäufigste Unfallart bei Kindern. Viele Eltern und Gartenteichbesitzer sind sich dieser Problematik nicht bewusst, weil sie davon ausgehen, daß ein dreijähriges Kind in einem Wasser, das ihm nur bis zu den Knien geht, nicht ertrinken könne. Das aber ist leider doch der Fall und kommt immer wieder vor! Die Folgen eines solchen Unfalles können binnen weniger Minuten dramatische Formen annehmen.
Image"Einmal untergetaucht, sind Kleinkinder infolge ihres schweren Kopfes und der noch ungeübten Muskulatur auch bei geringer Wassertiefe nicht mehr in der Lage, ihren Kopf eigenständig aus dem Wasser zu ziehen. Sie gehen hilflos unter. Meist passieren derart tragische Unfälle bei Stürzen in Biotope oder beim Baden, wenn die Kleinen auch nur wenige Minuten unbeaufsichtigt sind", weiß Dr. Rupert Kisser, Leiter des Institutes "Sicher Leben".

Offene Wasserflächen richtig absichern! Eine der wichtigsten Maßnahmen, um vor allem Kleinkinder vor den Gefahren offenen Wassers zu schützen, ist die richtige Absicherung. Auch scheinbar harmlose Biotope bergen Gefahren.

Ein Kleinkind kann schon bei einer Wassertiefe von nur 30 cm - das ist ungefähr Knietiefe - ertrinken. "Damit die Kleinen gar nicht erst auf die Idee kommen können, ins glitzernde Nass zu tapsen, gehören Schwimmbäder und Biotope hinter einen ausreichend hohen Zaun. Beim Biotop besteht durch die vielen Pflanzen und Tiere eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass Kinder beim Schauen das Gleichgewicht verlieren und hineinfallen", warnt ein Experte und klärt über die Sicherung von Pool, Badeteich und Biotop auf, die in einer stabilen Abdeckung oder einem Unterwassergitter (engmaschiges Eisengitter 10 cm unter der Wasseroberfläche) besteht.  Kleinkinder dürfen in der Nähe von Gewässern nie unbeaufsichtigt gelassen werden. Es genügen schon wenige Minuten Ablenkung der Aufsichtsperson und jede Hilfe kann zu spät sein.

Image Prinzipiell gilt, Kindern bereits zwischen 4 und 5 Jahren das Schwimmen zu lehren. Schwimmhilfen gehören auch in ein Schlauchboot ! Gefährlich wird's auch, wenn Aufblastieren oder Schwimmreifen blind vertraut wird. Beide sind keine Schwimmhilfen. Auf Schwimmreifen ist kein Verlass - Kinder könnten durchrutschen.

Nur TÜV-geprüfte Oberarm-Schwimmflügel sind zu empfehlen. Diese müssen über Sicherheitsventile und mehrere getrennt voneinander aufblasbare Kammern verfügen. Damit sich die Flügel nicht unvermutet vom Arm des Kindes ablösen, werden sie am Besten mit einem Gummiband hinter dem Rücken des Kindes verbunden.

Ganz wichtig: Auch in Schlauchboten, Luftmatratzen oder ähnlichem immer Schwimmhilfen verwenden!






 
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