Deutschland
Unfallatlas Deutschland 2005

ImageWenn man die Gründe für Unfälle kennt, kann man sich besser schützen. Auf dieser Seite dokumentieren wir beispielhaft Badeunfälle in Deutschland, die im Meer, in Badeseen, Flüssen oder im privaten Bereich geschehen sind. Blausand.de versucht, mit dieser Dokumentation zu mehr Prävention beizutragen.

Bitte tragen auch Sie dazu bei, dass die Dokumentation laufend aktualisiert wird und teilen Sie uns Ihre Beobachtungen mit.

Wenn Sie in  Zeitungen und anderen Medien - auch während Ihres Urlaubs - Berichte über Badeunfälle und Strandsicherheit entdecken oder Zeuge von Badeunfällen in Deutschland werden, mailen oder faxen Sie uns die Informationen bitte nach Ihrem Urlaub unter oder der Faxnummer 0421 / 36 49 050 zu. Vielen Dank.

Oktober 2005

16. Oktober 2005, Köln (Nordrhein-Westfalen)
Ein 16 Monate altes Kleinkind ertrinkt in der Kölner Innenstadt in einer Badewanne. Nach bisherigen Erkenntnissen kam es zu dem tragischen Unglücksfall, als die Mutter Wasser in die Wanne hatte einlaufen lassen, sich dann aber aufgrund Unwohlseins mit ihren drei Kindern (16 Monate, 4, 5) in ein Zimmer zurückzog. Den 16 Monate alten Jungen legte sie ins vergitterte Kinderbett. Danach nickte die Frau kurz ein. Als sie wieder wach wurde, war das Kleinkind aus dem Kinderzimmer verschwunden. Bei ihrer Suche fand sie den Jungen dann leblos in der Badewanne. Reanimationsversuche durch den hinzugerufenen Notarzt verliefen erfolglos. Er konnte nur noch den Tod des Kleinen feststellen. Wie das Kind den Raum verlassen und in die Badewanne gelangen konnte, ist nicht bekannt. Die Kripo hat die Ermittlungen zur Unglücksursache übernommen.

16. Oktober 2005, "Mediterana", Refrath/Köln (Nordrhein-Westfalen)
Am Sonntag ist in der Schwimmanlage " Mediterana" eine Frau ertrunken.  Ein Junge, der vom Turm springen wollte, hatte den reglosen Körper im Schwimmerbecken gesehen. Er informierte die am Beckenrand stehende Aufsicht. Den Mitarbeitern des Bades sei es gemeinsam mit einem zufällig anwesenden Mediziner gelungen, die junge Frau kurzfristig zu renanimieren. Auch die eintreffenden Sanitäter holten die Leblose noch einmal zurück. Sie wurde ins Vinzenz-Pallotti-Hospital gebracht. Dort verstarb sie in den späten Abendstunden. Wie es zu dem Unglücksfall kommen konnte, ist noch offen. Die Staatsanwaltschaft Köln hat Ermittlungen aufgenommen.



August 2005 13. August 2005, Warnemünde, Ostsee (Mecklenburg-Vorpommern)Am vorletzten Tag der 15. Rostocker Hanse Sail ist bei dem größten Hafenfest an der Ostsee ein Segler aus Brandenburg höchstwahrscheinlich ums Leben gekommen. Am Sonnabend war der 40jährige vor Warnemünde bei sehr böigem Wind und teilweise mehr als zwei Meter hohen Wellen von seinem Boot über Bord gegangen. Trotz intensivierter Suche mit Booten und Hubschraubern wird der Mann aus Schönow (Uckermark) noch vermißt. Die Chancen, ihn lebend zu finden, gehen nach Angaben der Polizei "gegen null".

10. August 2005, Dabelowsee, Landkreis Mecklenburg-Strelitz (Mecklenburg-Vorpommern)
Bei einem nächtlichen Angelausflug auf dem Dabelowsee ist ein Mann ertrunken. Der 51-Jährige aus Neustrelitz war nach Angaben der Wasserschutzpolizei am Mittwochmorgen mit einem zweiten Angler unterwegs. Gemeinsam wollten sie über die Bordwand ihre Notdurft verrichten, dabei kenterte das Boot und die Männer fielen ins Wasser. Der 51-Jährige verfing sich vermutlich in den Schnüren der ausgelegten Angeln und ertrank. Der andere Angler rettete sich aus eigener Kraft. Beide standen nach Polizeiangaben unter Einwirkung von Alkohol.

7. August 2005, Überlingen, Bodensee (Baden-Württenberg)
Ein 50-jähriger Urlauber ist im Bodensee vor Überlingen ertrunken. Nach Polizeiangaben entdeckten Suchmannschaften den Touristen in Ufernähe. Er trieb unter der Wasseroberfläche. Ein Sanitäter sprang aus einem Rettungshubschrauber ins Wasser, um den 50-Jährigen zu bergen. Die Wiederbelebungsversuche blieben jedoch ohne Erfolg. Die Eltern des Feriengastes hatten Alarm geschlagen, als ihr Sohn nach dem Schwimmen nicht ins Hotel zurückkehrte.
6. August 2005, Edersee, Waldeck (Hessen)
Ein 17-jähriger Jugendlicher versinkt gegen 15.45 Uhr vor den Augen seiner Freunde mit einem gemieteten Kanu in den Fluten. Um 18.20 Uhr finden Taucher in fünf Metern Wassertiefe den leblosen Körper des Mannes. Für ihn kommt jede Hilfe zu spät. Es sollte ein fröhlicher Bootsausflug werden. Etwa 20 junge Leute türkischer Nationalität waren bei Asel-Süd am Edersee. Nachmittags wurden Boote für einen Ausflug auf dem See gemietet. Aus noch ungeklärten Gründen kenterte gegen 15.45 Uhr ein mit drei jungen Männern besetztes Kanu in der Bucht am Albert-Schweitzer-Lager. Während zwei der Jugendlichen die nur etwa 20 Meter weite Strecke bis zum Ufer schwimmend hinter sich brachten, hielt sich der 17-Jährige nach Augenzeugenberichten am Kanu fest und versank mit dem Boot in den Fluten. "Vermutlich konnte er nicht schwimmen", sagt Hauptkommissar Gerd Paulus, Leiter des Wasserschutzpolizeipostens am Edersee. Taucher aus Waldeck, Fürstental, Bringhausen und vom Twistesee haben verzweifelt nach dem jungen Mann gesucht. Immer wieder gingen Tauchtrupps ins Wasser, das an dieser Stelle laut Gerd Paulus zwischen 5 und 8,50 Meter tief und durch eine Strömung nicht ungefährlich ist. Es sei steinig. Und man habe "kaum Sicht", berichtete Bezirkstauchwart Ulf Stracke aus Bad Arolsen. Der Korbacher Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt fuhr neben zahlreichen weiteren Helfern zum Unglücksort und brachte eine Wärmebildkamera mit. Doch der Einsatz dieser Kamera brachte keinen Erfolg.

2. August 2005, Spree, Alt-Lübbenau, Spreewald (Brandenburg)
Ein 40 Jahre alter Mann ist beim Baden im Spreewald ertrunken. Seine Leiche wurde nach intensiver Suche am Mittwoch in der Spree bei Alt-Lübbenau (Dahme-Spreewald) entdeckt, teilte die Polizei in Lübben mit. Der Mann sei am Dienstagabend nach dem Genuss von drei Flaschen Bier unweit einer Schleuse baden gegangen. Als er nicht zurückkam, wurde eine groß angelegte Suche eingeleitet. Daran waren die Wasserschutzpolizei, Feuerwehrleute, Bereitschaftspolizisten, Taucher und ein Hubschrauber beteiligt.

Juli 2005 30. Juli 2005, Großer Kronsee, Lychen, Uckermark (Brandenburg)
Am großen Kronsee bei Lychen wird Samstagfrüh im Bereich der Badestelle ein Mensch im Wasser treibend beobachtet und an Land gebracht. Der sofort herbeigerufene Notarzt kann nur noch den Tod der älteren Dame feststellen. Wie bekannt wurde, ging die 77-jährige Frau aus einem Lychener Ortsteil dort schwimmen und ist ertrunken.

30. Juli 2005, Lutzenberger See, bei Günzburg (Bayern)
Bei einem Badeunfall ertrinkt ein 47-Jähriger im Lutzenberger See bei Günzburg. Er war von einem Schlauchboot ins Wasser gesprungen und kurz darauf untergegangen. Seine beiden Begleiter alarmierten die Rettungskräfte, die den Mann nach einer halben Stunde tot bargen. Nach Angaben der Polizei hatte er sich vermutlich in Wasserpflanzen verfangen. Drei Männer aus dem Raum Göppingen waren mit einem Schlauchboot zum Angeln auf den Lutzenberger See gefahren. Gegen 9.30 Uhr wollte der 47-jährige Mann schwimmen und sprang ins Wasser. Kurz darauf ging er unter und tauchte nicht mehr auf. Die Begleiter informierten per Handy umgehend die Polizei. Nach einer halben Stunde bargen Taucher den Mann aus etwa drei Metern Tiefe, eine Reanimation blieb jedoch erfolglos.

25. Juli 2005, Oberhavel, Oranienburg (Brandenburg)
Ein 52-Jähriger geht am Montag gegen 19.40 Uhr an der Badestelle am Ufer der Havel in Oranienburg, Klagenfurther Straße, mit vier Bekannten baden. Beim Schwimmen verlieren die Bekannten den 52-Jährigen aus den Augen. Einige Zeit später treibt der Mann leblos an der Oberfläche des Gewässers. Eine Wiederbelebung bleibt ohne Erfolg.

24. Juli 2005, Weiher in Homberg-Hülsta (Hessen)
Der vermisste zweieinhalbjährige Junge aus dem nordhessischen Homberg-Hülsa ist vermutlich ertrunken. Die Polizei geht davon aus, dass er in einen Weiher in der Nähe des Spielplatzes gefallen ist, auf dem er am Sonntagmorgen zuletzt gesehen worden war. Nachdem Taucher keine Spur von dem Vermissten finden konnten, wurde am Montag das Wasser des Teiches abgepumpt. Suche bislang erfolglos Der kleine Junge wird am Sonntagvormittag von seinen beiden Tanten vermisst gemeldet. Feuerwehr, Polizei und vier Rettungshundestaffeln suchen daraufhin bis zum Einbruch der Dunkelheit in einem Umkreis von drei Kilometern bisher erfolglos nach dem Kind.

18. Juli 2005, Hattsteinweiher, Usingen, Taunus (Hessen)
Hunderte von Badegästen vergnügen sich an einem Montagnachmittag im Wasser, als gegen 16.45 Uhr Unruhe unter den Badegästen aufkommt. Augenzeugen berichten, dass ein Mann und eine Frau im Uferbereich des Weihers suchend auf und ab liefen. Der Vater des Jungen war davon ausgegangen, dass der Junge zum Spielen in den Wald gegangen sei: "Als sein Sohn nicht zurückkehrte, fragte er bei uns am Kiosk nach den Rettungsschwimmern der DLRG, die jedoch nicht am Weiher waren", berichtet Reinhold Neumann später, der mit seinem Sohn Michael den Kiosk und Biergarten am Hattsteinweiher betreibt. Erst danach verständigen die beiden um 16.55 Uhr über den Notruf die Rettungskräfte. "Ein Mann signalisierte uns total aufgeregt, dass er seinen Sohn suche, und fragte uns, ob wir ihm nicht bei der Suche helfen könnten", berichten später auch zwei fünfzehnjährige Retter. Die beiden erkennen die Situation, eilen kurzentschlossen auf den Steg, suchen das Wasser ab. Direkt unterhalb entdecken sie den Jungen auf dem Grund. Springen ins Wasser. Als die beiden Jugendlichen den Jungen herausziehen, trifft der DRK-Notarzt ein und kann endlich helfen. Er und ein weiterer Arzt versuchen den Jugen zu reanimieren. Nach über einer Stunde wird dieser unter Beatmung mit einem Notarztwagen in die Klinik nach Höchst gebracht. Alles vergebens. Der Vierjährige ist nicht mehr zu retten. Er stirbt später im Krankenhaus. Nach Alarmierung am Weiher sperren 14 Feuerwehrleute den Unglücksort ab, den Badebetrieb wird eingestellt. Matthias Drexelius, Usingens Bürgermeister, kommt ebenfalls an den Unglücksort.
Wie berechtigt die Forderungen von Blausand.de nach Veränderungen im System der freiwilligen Wasserrettung und Klärung von Verantwortlichkeiten in Deutschland sind, zeigt sich exemplarisch am Ertrinkungstod eines vierjährigen Jungen am Hattsteinweiher. Eine Tragödie, bei der offensichtlich alles schief ging, was schief gehen kann: Verletzung der Aufsichtspflicht, schnelle Aktivierung der Rettungskette, fehlende Verantwortung der Kommune für die Badesicherheit, fehlende Verantwortung des Betreibers an der Badestelle, und: fehlende Rettungsschwimmer trotz Informationen über Bewachung des Weihers. Blausand.de - Recherchen an vermeintlich "bewachten" Badeseen in Deutschland ergeben immer wieder, dass das Vorhandensein von Bewachungsstationen bei Badewetter und vollen Stränden eine trügerische Sicherheit suggeriert. Im Internet ist zu lesen: "Der einzige zum Baden freigelassene See im Taunus ist der teilweise von Wald umgebene Hattsteinweiher mit seinem Sandstrand. In den Sommermonaten ist der Weiher oft voller Menschen. Aber die DLRG passt auf, dass niemand den Badebereich verlässt oder zu Schaden kommt".

Den Stationen ist von aussen oft nicht anzusehen, ob sie auch besetzt sind und es gibt an vielen Badeseen auch keine Informationen darüber, wann sie besetzt sind. Wassergefahren richten sich aber nicht nach Bewachungszeiten. Während der Sommerferien und bei schönem Badewetter spielt es keine Rolle, ob es Sonntag oder Montag ist. Der Grund für die oft fehlenden Informationen scheint zu sein, dass sich die "freiwilligen" Wasserrettungsdienste verständlicherweise nicht in die mögliche Haftung nehmen lassen wollen, wenn sie aus personellen Gründen wochentags keine Bewachung stellen können. Die "Bewachung" vieler Badeseen in Deutschland, Gefahrenort Nummer Eins mit drei von vier tödlichen Badeunfällen findet - wenn überhaupt - oft nur zwischen Freitag und Sonntag statt. Aber welche riskante Rolle spielen die eigentlich verantwortlichen Kommunen in diesem gefährlichen und undurchschaubaren Zusammenspiel? Von 2000 bis 2003 stieg die Zahl der Ertrinkungstoten in Deutschland um die Hälfte. Entsetzen und Wegsehen angesichts dieser Zahl bewirken nichts. Wann endlich beantworten Bürgermeister, Kommunalpolitiker und Rettungsorganisationen die entscheidenden Fragen nach Verantwortlichkeit für das Leben von Menschen ?
17. Juli 2005, Krumme Lanke, Zahlendorf (Berlin)
Zum zweiten Mal in diesem Jahr ist ein Mensch beim Baden in einem Berliner Gewässer ums Leben gekommen. Am Sonnabendvormittag stirbt Lothar L. aus Kreuzberg in der Krummen Lanke im Bezirk Zehlendorf. Zwei Schwimmerinnen fanden die Leiche des 64 Jahre alten Mannes im Wasser. Mitglieder seiner Familie mussten vom Ufer aus mit ansehen, wie der Tote geborgen wurde. Feuerwehrleute und die Besatzung des Rettungshubschraubers "Christopher 31" versuchten ihn zu reanimieren. Das gelang jedoch nicht. Die Ursache, die zum Tode des Mannes führte, ist noch nicht zweifelsfrei geklärt. Bereits 3 Tage vorher, am 14. Juli 2005, war eine 65-jährige Frau in Berlin nach dem Sonnenbad gestorben. Als sie von einem Boot ins Wasser sprang, versagte ihr Kreislauf.

17. Juli 2005, Naturbadesee "Großer Woog", Darmstadt-Dieburg (Hessen)
Ein 65-jähriger Mann aus Darmstadt ist am Montagmorgen tot aus dem Naturbadesee "Großer Woog" an der Landgraf-Georg-Straße geborgen worden. Der Mann galt seit 19.30 Uhr am Sonntagabend als vermisst. Die Ehefrau des Mannes war am Abend am Ufer zurückgeblieben und hatte ihren Mann zeitweise im nördlichen Bereich im Bereich einer Jugendherberge schwimmen sehen. Als er nicht wie verabredet gegen 19.30 Uhr zum Ufer zurückgekehrte, verständigte die Frau den Bademeister. Rettungskräfte nahmen sofort die Suche nach dem Vermissten auf. Dabei wurden Taucher der Berufsfeuerwehren Darmstadt und Frankfurt sowie der Polizeihubschrauber eingesetzt. Die Leiche des Vermissten wird am nächsten Morgen gegen 6.00 Uhr auf der Wasseroberfläche gefunden.

16. Juli 2005. Rhein, Rheinberg (Nordrhein-Westfalen)
In Xanten wird die Leiche des 39-Jährigen gefunden, der einen Neunjährigen aus dem Rhein bei Rheinberg retten wollte. In den Niederlanden wurde 30 Kilometer vor Nimwegen die Leiche des Rheinberger Jungen geborgen. Die beiden Toten wurden zwei Tage nach dem Badeunfall im Rhein bei Rheinberg geborgen. Eine Zeugenaussage hat nach Angaben der Polizei Wesel dazu geführt, dass der couragierte 39 Jahre alte Helfer rund 20 Kilometer von der Unfallstelle entfernt, in Xanten, gefunden wurde. Die Leiche des neunjährigen Jungen wurde am 2 Tage später identifiziert. Sie war auf niederländischer Seite, rund 30 Kilometer vor der Stadt Nimwegen, aus dem Rhein geborgen worden. Bei dem Badeunfall waren zunächst zwei Zwillingsbrüder mit einem Freund beim Schwimmen im Rhein in Not geraten. Der Freund und ein Bruder konnten von Passanten gerettet werden, der Neunjährige trieb ab. Der 39-Jährige sprang ins Wasser, um den Jungen zu retten, wurde aber ebenfalls abgetrieben.

11. Juli 2005, Nürnbrecht, Sauerland (Nordrhein-Westfalen)
Ein tragischer Unfall hat ein zweijähriges Mädchen in Nümbrecht das Leben gekostet. Das Mädchen war unbemerkt in Nachbars Garten verschwunden Die Kleine ertrank in einem Gartenteich. Jede Hilfe kam zu spät. Das Kind wurde leblos im Gartenteich der Nachbarn gefunden. Dort war es, unbemerkt von den Eltern, in den Teich gefallen. Die Wiederbelebungsmaßnahmen des Notarztes konnten das Mädchen nicht retten.

11. Juli 2005, Rhein-Herne-Kanal, Bochum (Nordrhein-Westfalen)
Am Montagnachmittag gegen 17.10 Uhr begibt sich ein 46-jähriger Herner auf dem ehemaligen Deumu-Gelände (Stadtgrenze zu Recklinghausen) in den Rhein-Herne-Kanal, um dort zu schwimmen. Hier wird er kurze Zeit später von mehreren Zeugen mit dem Gesicht nach unten treibend entdeckt. Die anwesenden Personen bergen den deutlich alkoholisierten Mann aus dem Wasser. Nach den geleisteten Erste-Hilfe-Maßnahmen wird die Atmung wieder stabil. Der 46-Jährige wurde noch am Kanal notärztlich versorgt und dann in ein Krankenhaus gebracht. Er schwebt in akuter Lebensgefahr.

10. Juli 2005, Finkenrieder Hauptdeich, Wilhelmsburg (bei Hamburg)
Beim Baden ertrinktnk ein 48 jähriger Mann. Hilflos mussten seine beiden Söhne mit ansehen, wie ihr Vater - ein Nichtschwimmer - von der starken Strömung in die Tiefe gerissen wird. Nach dem Unglück reagiert der Bezirksamtsleiter Torsten Meiberg. Er will dafür sorgen, dass die bisher geduldete Badestelle gesperrt wird. Am Finkenrieker Hauptdeich war es schon in der Vergangenheit immer wieder zu schweren Unfällen gekommen. Die Hamburg Port Authority sieht die Maßnahme des Harburger Bürgermeister kritisch. Sie befürchtet, die Bürger würden sich neue Badestellen suchen oder das Verbot ganz einfach ignorieren. "Hier muss die die Stadt Präsenz zeigen und für Sicherheit sorgen. Die ehrenamtlichen Helfer von der DLRG sind einfach zu wenig", heisst es aus Behördenkreisen. Und außerdem hätte die Badestelle, die vor noch gar nicht langer Zeit von der Stadt mit einem Grillplatz und Toiletten ausgestattet wurde, überall Warnschilder.

Juni 2005 28. Juni 2005. Heuchelheimer See, Gießen (Mittelhessen)
Heuchelheim: Am Nachmittag gegen 15.50 Uhr kommt es am Heuchelheimer See zu einem Badeunfall. Ein 38-jähriger Mann aus Wetzlar beobachtet, dass seine 12-jährige Tochter am Ertrinken ist und springt ins Wasser, um sein Kind zu retten. Dabei geht er selbst aus bisher nicht bekannten Gründen unter Wasser. Das Mädchen kann sich mit seiner anderen 15-jähirgen Tochter ans Ufer retten. Der Mann wird von einem Zeugen aus dem See geborgen und nach Reanimation durch einen Notarzt in die Uni-Klinik Gießen eingeliefert. Er verstirbt einige Tage später.

27. Juni 2005, Konstanz, Bodensee (Baden-Württemberg)
Eine 14 Jahre alte Schülerin ertrinkt gegen 15.30 Uhr im rund 22 Grad warmen Bodensee. Die 14-Jährige war zusammen mit ihrer älteren Schwester etwa 50 Meter abseits vom Konstanzer Yachthafen beim Baden. Beide Mädchen befanden sich rund 30 Meter vom Ufer entfernt, als die Jüngere aus unbekannten Gründen unterging. Eine Frau vernahm Hilferufe und schwamm zu den Mädchen. Es gelang ihr jedoch nur, das ältere Mädchen ans sichere Ufer zu retten. Die ersten alarmierten Hilfskräfte waren gegen 15.40 Uhr an der Unglücksstelle. Ein Polizist schnappte sich eines der herumliegenden Boote und paddelte zu der Stelle, wo das Mädchen zuletzt gesehen worden war. Da das Wasser dort recht trübe war, konnte er jedoch nichts entdecken. Rettungstaucher der DLRG bildeten unter Wasser eine Suchkette. Die Suche wurde durch die Trübung im Wasser erschwert. Schräg unter Wasser aufragende Pfähle behinderten die Suche zusätzlich. Der Rettungshubschrauber aus Friedrichshafen suchte aus der Luft. Knapp eine halbe Stunde nach Alarmierung entdeckten die Taucher in etwa 2,5 Meter Tiefe das Mädchen leblos auf dem Grund zwischen Schlingpflanzen liegend. An Land begannen Notarzt und der Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes sofort mit der Wiederbelebung. Diese Versuche mussten schließlich erfolglos eingestellt werden. Die Mutter der Mädchen war von zuhause geholt worden. Da sie und ihre Tochter einen Schock erlitten, wurden sie ins Konstanzer Klinikum gebracht. Dort betreute sie ein Notfallseelsorger.

25. Juni 2005, Dornheckensee, Beuel / Bonn (Nordrhein-Westfalen)
Beim Versuch, den Beueler Dornheckensee zu durchqueren, ertrinkt ein 40-jähriger Familienvater. 15 Meter trennen ihn noch vom rettenden Ufer, wo seine beiden Kinder auf ihn warten, als der Mann plötzlich die Arme hochreißt und untergeht. Taucher der Kölner Feuerwehr finden den Körper des Mannes später leblos auf dem Grund des Sees. "Schwimmen streng verboten" steht auf den Warnschildern rund um den See. Sie sind ohne Wirkung: Sobald das Quecksilber die magische Grenze von 25 Grad überschreitet, wimmelt es von Schwimmern. Der See gilt - vor allem wegen seiner Unterströmungen - als lebensgefährlich. 25. Juni 2005. Breitenauer See, Obersulm, NordwürttembergKurz nach 16 Uhr ertrinkt im Breitenauer See ein 16jähriger Junge. Dessen Mutter vermisste ihren Sohn und gab zu verstehen, dass er Nichtschwimmer sei. Obwohl die DLRG sofort die Suche nach dem Jungen aufnimmt und auch Taucher von der Berufsfeuerwehr Heilbronn im Einsatz sind, kann der Junge nur noch tot aus dem Breitenauer See geborgen werden. Die ersten Ermittlungen der Kriminalpolizei Heilbronn ergeben, dass der 16jährige Junge, türkischer Abstammung, ca. 35 m vom Ufer entfernt in einer Tiefe von ca. 2,60 m aufgefunden wurde. Der Jugendliche stammt aus dem Kreis Schwäbisch Hall und war mit weiteren Angehörigen einer Jugendfußballmannschaft zum Baden am Breitenauer See. Im Juli vergangenen Jahres war ein siebenjähriges Mädchen, das mit einer aufblasbaren Plastikschildkröte gebadet hatte, im Breitenauer See ertrunken.

24. Juni 2005, Wildförstersee, Duisburg-Großenbaum (Nordrhein-Westfalen)
Ein 21-Jähriger schwimmt am späten Freitagabend mit einem 18-jährigen Bekannten durch den Wildförstersee in Duisburg-Großenbaum. Dabei verlassen den 21-Jährigen aber die Kräfte: Er ruft noch um Hilfe, kann von seinem Mitschwimmer aber nicht mehr rechtzeitig erreicht werden und geht unter. Taucher der Feuerwehr suchen am Wochenende nach dem 21-Jährigen und finden ihn erst am Dienstag, 4 Tage später, in 11 Metern Tiefe. Auch der Wildförstersee ist trotz zahlreicher Badeunfälle nicht bewacht. Wirkungslose Badeverbotsschilder sind vorhanden.

24. Juni 2005, Kasteler Strand, Wiesbaden (Hessen)
Ertrunken ist die achtjährige Yvonne, die im Rhein vor dem Kasteler Strand spielt und rund fünf Meter vom Ufer entfernt von den Fluten verschlungen wird. Das Mädchen ist seit ihrer Geburt an einem Arm gelähmt und konnte nicht schwimmen. "Hoffnung besteht keine mehr", so ein Sprecher des Wiesbadener Polizeipräsidiums. Verzweifelt suchen Taucher und Rettungseinheiten stundenlang nach dem Mädchen, das in Wiesbaden lebte. Bei den Menschen, am Kasteler Strand herrscht blankes Entsetzen, als die Nachricht von dem Unglück die Runde macht. Berichten zufolge ist das Kind gegen 18.15 Uhr über den Sandstrand in den Strom gelaufen, als es plötzlich an einer morastigen Stelle "wie ein Stein absackt" und nicht mehr auftaucht. Eine Frau, die offenbar das und ein anderes Mädchen begleitet hat, verfolgt das Geschehen fassungslos, ohne eingreifen zu können. Strandbesucher greifen zu ihren Handys und wählen den Notruf, Gäste alarmieren 200 Meter weiter die DLRG-Rettungsstation. "Dann ging es Schlag auf Schlag", berichteten Augenzeugen. Weinend und unter Schock stehend wird die Frau vom Ort des tragischen Geschehens weggeführt. Mit einem großen Aufgebot versuchen Angehörige von Rettungsorganisationen, das Kind aufzuspüren. 13 Boote der Wasserschutzpolizei von Hessen und Rheinland-Pfalz sind im Einsatz. Die Taucher der Berufsfeuerwehr sowie der DLRG versuchen vergeblich, das Mädchen zu finden. Sie hätten keine zehn Zentimeter weit sehen können, so hieß es am Rande des Einsatzes. Das Mädchen wird erst 4 Tage später im Rhein gefunden.

Wilhelm Schlieker, Wiesbadener Tagblatt, schreibt zu diesem Unglück:
"Die schlimmsten Befürchtungen haben jetzt traurige Gewissheit erfahren. Das kleine Mädchen, das am Freitag in Kastel beim Spielen am Rheinufer verschwand, ist tot. Ertrunken in den Fluten des Stroms. Die achtjährige Yvonne versank offenbar vor den Augen der Angehörigen, ohne dass Hilfe sie noch erreichen konnte. Eine schier unerträgliche Vorstellung, nicht nur für Eltern. Sonne, Sand, sanft plätscherndes Wasser - das scheinbare Idyll am Rheinufer birgt tödliche Gefahren, zumal für Kinder kann die tückische Strömung des Flusses zur Falle ohne Ausweg werden. Die Behörden ermitteln jetzt. Sollten sie dabei zu dem Schluss kommen, dass der Rheinabschnitt am Kasteler Strand besonders gefährlich ist, müssen Konsequenzen folgen. Mag das Ufer des Rheins mancherorts als Spielplatz taugen, der Fluss selbst ist da mit allerhöchster Vorsicht zu genießen. Gewiss, eine letzte Sicherheit gibt es nicht, auch in Schwimmbädern sind schon Menschen ertrunken. Doch am Rhein herrschen andere Bedingungen, das sollte keine Sekunde vergessen, wer hier mit Kindern spielen geht".
24. Juni 2005, Oranienburg, Oberhavel (Brandenburg)
Gegen 16.40 Uhr teilt eine Zeugin der Polizei mit, dass in Oranienburg, Sebastian-Bach-Promenade, eine Person beim Baden im Oranienburger Kanal untergegangen ist. Eine sofortige Absuche des Gewässers durch eingetroffene Kräfte der Feuerwehr Oranienburg führt zum Auffinden eines 15-jährigen Schülers. Dieser kann nur noch tot aus dem Wasser geborgen werden.

22. Juni 2005, Fasaneriesee, Feldmoching (Bayern)
Der 14-jährige Schüler Horatio F. ertrinkt im Fasaneriesee in Feldmoching . Die Rettungskräfte finden ihn im aufgewühlten Wasser erst nach einer halben Stunde in sechs Metern Tiefe. Alle Wiederbelebungsversuche bleiben erfolglos. Vermutlich konnte Horatio nicht schwimmen und wurde vom plötzlich steil abfallenden Seegrund überrascht. Seine Schulkameraden müssen von einem Kriseninterventionsteam betreut werden. Wie die Polizei mitteilt, ist der aus Benin stammende Junge vormittags mit fünf Freunden seiner achten Klasse zum Fasaneriesee zum Baden gefahren. Gegen 11.30 Uhr sehen seine Freunde, wie er im Wasser plötzlich mit den Armen schlägt und untergeht. Mehrere Polizeibeamte und Badegäste springen sofort ins Wasser, können den Jungen aber nicht finden. Der Polizeihubschrauber setzt zwei Taucher der Wache Perlach der Münchner Berufsfeuerwehr aus der Luft ab und beginnen sofort selbst mit der Suche. Jedoch vergeblich. Erst die Taucher finden den Jungen in sechs Metern Tiefe. Die Rettungskräfte bringen Horatio unter laufender Reanimation in ein Münchner Krankenhaus - er ist aber zu lange unter Wasser gewesen. Um 13.30 Uhr geben die Ärzte den Kampf um das Leben des jungen Schülers auf. Nach Zeugenaussagen ging der Junge 30 bis 40 Meter vom Ufer entfernt unter.

21. Juni 2005, Freibad Moisling, Lübeck (Schleswig-Holstein)
Ein kleiner Junge wird bewusstlos aus dem Wasser gezogen. Ein 39-jähriger Schwimmmeister hat den Vierjährigen Abdul mit einer sofort eingeleiteten Herz-Lungen-Wiederbelebung vermutlich gerettet. "Ich habe den Jungen lebend den Rettungskräften übergeben. Er hat laut geschrien und geweint", berichtet der Schwimmmeister, der noch deutlich von dem Vorfall gezeichnet ist. Der kleine Knirps ist gegen 17 Uhr vermutlich allein im Nichtschwimmerbecken unterwegs. Seine Mutter und die beiden älteren Geschwister, die zwischen sechs und neun Jahre alt sein sollen, sind anderweitig in dem Bad am Pennmoor beschäftigt. Zwischen Badeleiter und Rutsche wundert sich eine Schwimmmeisterin über einen kleinen Jungen, der sich im etwa 80 Zentimeter tiefen Wasser nicht bewegt. Sie fordert einen zwölfjährigen Jungen im Wasser auf, den kleinen Körper anzustoßen. Als der daraufhin keine Regung zeigt, zieht der Zwölfjährige den kleinen Jungen aus dem Wasser und hebt ihn gemeinsam mit der Schwimmmeisterin auf den Beckenrand. Der 39-jährige Schwimmmeister-Kollege eilt herbei, schnappt sich den Jungen und bringt ihn zur Erstversorgung in eine nahe gelegene Schwimmmeister-Hütte. Eine knappe Stunde nach dem Badeunfall informiert sich die Geschäftsführerin der Lübecker Schwimmbäder GmbH im Freibad über den Zwischenfall. "Es darf ganz einfach nicht sein, dass alle Verantwortung den Schwimmmeistern übertragen wird", sagt sie. "Die Eltern müssen auch ihrer Aufsichtspflicht nachkommen. Ein vierjähriges Kind darf man nicht alleine im Wasser plantschen lassen." Zumal der kleine Junge noch nicht einmal Schwimmflügel trug, die man sich kostenlos beim Schwimmmmeister ausleihen kann. Abdul geht es inzwischen wieder besser .

18. Juni 2005, Weißenstadt (Bayern)
Ein 17-jähriger aus dem Landkreis Bayreuth kommt bei einem Badeunfall in Weißenstadt ums Leben. Der 17-Jährige unternimmt an diesem Tag gegen 17.30 Uhr mit seinen Freunden eine Tretboot-Tour auf dem Weißenstädter See. Weil er schwimmen gehen will, springt er ins Wasser und taucht unter. Als er nicht mehr an die Wasseroberfläche kommt, alarmieren seine Freunde die Polizei. Taucher der Polizeibereitschaft Würzburg und etliche Mitglieder der Wasserwacht und der DLRG suchen mehrere Stunden lang nach dem Vermissten. Auch ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera und ein mit Sonar ausgerüstetes Boot der Wasserwacht sind im Einsatz. Gegen 22 Uhr muss die Suchaktion jedoch ergebnislos abgebrochen werden. Am nächsten Tag wird der Einsatz fortgesetzt. Taucher finden die Leiche des Jugendlichen am Grund des Sees.

3. Juni 2005, Werratalsee (Nordhessen)
Im Werratalsee bei Eschwege (Werra-Meißner-Kreis) ist wieder eine Person zu Tode gekommen. Bereits am 29. Mai 2005 war dort ein 18-jähriger Mann ertrunken (siehe unten). In den Nachmittagsstunden wird ein 51-jähriger Mann aus Meinhard-Schwebda am See vermißt und nach umfangreicher Suchaktion gegen 18.40 Uhr von Tauchern in Ufernähe tot aufgefunden. Die Wiederbelebungsversuche verlaufen ergebnislos. An der Suche ist neben Polizei und Feuerwehr, DRK und DLRG auch ein Rettungshubschrauber beteiligt.

 Mai 200529. Mai 2005, Werratalsee (Nordhessen)
Am Werratalsee bei Eschwege kommt es in den frühen Abendstunden zu einem Badeunfall. Ein 18-jähriger aus Effelder (Landkreis Heiligenstadt) war mit Freunden in dem See baden gegangen und hatte eine Strecke von ca. 60 Metern geschwommen, als er plötzlich untergeht und nicht mehr an die Oberfläche zurück kommt. Die Freunde eilen zur Hilfe und ziehen ihn aus dem Wasser. Ein zufällig anwesender Arzt beginnt sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen, die dann durch den eintreffenden Notarzt weitergeführt werden. Erst nach knapp einer halben Stunde gelingt es dem Notarzt mit seinen Helfern, die Kreislauffunktion des Verunglückten wieder herzustellen. Er wird ins Krankenhaus nach Eschwege gebracht, wo er gegen 1.15 Uhr am nächsten Morgen auf der Intensivstation verstirbt.

27. / 29. Mai 2005, Neuss / Düren / Gießen
In einem Baggersee bei Neuss (Nordrhein-Westfalen) ertrinkt ein 20 Jahre alter Mann aus Mönchengladbach. Die Junge waren mit anderen nacheinander zu zwei künstlichen Inseln rausgeschwommen, die im See verankert sind. Auf dem Rückweg verließen ihn offenbar die Kräfte. Der 20-jährige ruft um 12.15 Uhr beim Schwimmen im Kaarster Baggersee bei Neuss am Samstag plötzlich um Hilfe. Dann geht er unter. Seine Freunde, die es bis zum Ufer geschafft hatten, laufen aufgeregt hin und her, schreien immer wieder laut um Hilfe. Ein anderer Schwimmer zieht ihn zwar an Land, der Junge kann jedoch nicht mehr gerettet werden. Er stirbt nach der Einlieferung ins Krankenhaus. Nach dem Unfall gibt es Kritik an den Rettungskräften. Ein Zeuge: "Es dauerte mindestens fünf Minuten, bis der Bademeister kam. Bis dahin waren schon etliche Badegäste ins Wasser gesprungen.“ Tatsächlich waren es nicht die professionellen Rettungskräfte, die den untergangenen Mann aus dem Wasser zogen. „Ein 29-jähriger Badegast aus Willich, der die Lage schnell erfasst hatte, sprang ins Wasser, konnte den Mann ergreifen und an Land ziehen“, berichtet die Polizei. Doch es war zu spät: Eine weitere Zeugin: „Ich hatte den Eindruck, dass die Bademeister den ersten Alarmruf der siebenköpfigen Gruppe nicht ernst genommen haben.“ Sie selbst lief zum Beobachtungsturm, wo ein Mitarbeiter den See mit einem Fernglas beobachtete: „Ich habe ihn gefragt, ob er nicht etwas unternehmen wolle – da meinte der Mann nur: »Wir haben alles im Griff!« und wartete weiter ab“, sagt die entsetzte Zeugin. Es habe mindestens zehn Minuten gedauert, bis das Rettungsboot endlich ausgerückt sei: „Für diese Rettungsaktion ist das Wort »langsam« gar kein Ausdruck!“ Weiterer Kritikpunkt der Zeugin: Sie glaubt, dass die Retter für ihre Aufgaben nicht angemessen ausgerüstet sind: „Wenn ein Mensch in dieser trüben Brühe untergeht, dann braucht man doch eine Taucherausrüstung, um ihn schnell zu finden. Das ist sehr schlecht organisiert.“

In Düren (Nordrhein-Westfalen) ertrinkt ein 40-jähriger Mann, der nahe einem Weiher in die Rur gesprungen war. Ein anderer Mann im Alter von 34 Jahren wurde schwer verletzt. Die beiden hatten gemeinsam mit einem Freund am Flussufer Ball gespielt. Nachdem der Ball ins Wasser gefallen war, springt der 34-Jährige hinterher und gerät sofort in tückische Strudel des Wehrs. Weil er nicht mehr auftaucht, springt der 40-Jährige in den Fluss, um seinen Freund zu retten. Doch auch er gerät in die Strömung und geht unter. Passanten gelingt es gemeinsam mit dem dritten Mann, die beiden Ertrinkenden an Land zu ziehen. Sie können zunächst reanimiert werden. Am Samstag stirbt der 40-Jährige jedoch im Krankenhaus, sein 34-jähriger Freund schwebt in Lebensgefahr.

Im Launsbacher See bei Gießen (Hessen) ertrinkt ein 19 Jahre alter Schwimmer. Laut Polizei hatte der junge Mann mitten auf dem See plötzlich über Atembeschwerden geklagt und um Hilfe gerufen. Er kann jedoch nur noch tot aus dem kalten Wasser gezogen werden. Der mit einem Badeverbot belegte See ist zum Unfallzeitpunkt nur 19 Grad warm.


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